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Gewerbeversicherung: was ist das und welche brauchen Sie?

Gewerbeversicherung, was ist das eigentlich? Einfach erklärt: kein einzelnes Produkt, sondern ein Baukasten aus einzelnen Versicherungen, die Unternehmen und Selbstständige vor den finanziellen Folgen von Schäden schützen. Welche Bausteine Sie brauchen, entscheidet Ihr Betriebsrisiko, nicht die Größe der Firma.

Lesezeit ca. 14 MinutenVon Adrian Hotz, VersicherungsmaklerStand: September 2026
7 Bausteinedecken die typischen Risiken eines Betriebs ab, vom Haftungsfall bis zum Cyberangriff
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Auf einen Blick

Ein Baukasten, drei Prioritätsstufen

Auch im Betrieb gilt die gleiche Logik wie privat: Zuerst wird abgesichert, was das Unternehmen im Ernstfall nicht überleben würde. Alles andere kommt danach. Diese drei Stufen ordnen die Bausteine nach Dringlichkeit, nicht nach Beitrag.

Stufe 1Existenziell

Betriebshaftpflicht und, wo vorgeschrieben, die Berufs- oder Vermögensschaden­haftpflicht. Dazu die Pflichtmitgliedschaft in der Berufs­genossenschaft und die Kfz-Haftpflicht für Firmenfahrzeuge. Ohne diese Bausteine haften Sie mit dem Betriebs- und je nach Rechtsform mit dem Privatvermögen.

Stufe 2Betriebsnotwendig

Inhalts­versicherung, Betriebs­unterbrechung und Cyber. Sie greifen, wenn Werte zerstört werden oder der Betrieb stillsteht. Je abhängiger Ihr Umsatz von Räumen, Maschinen oder IT ist, desto weiter rücken sie nach vorn.

Stufe 3Ergänzend

Gewerblicher Rechtsschutz, D&O, Transport, Vertrauensschaden, Warenkredit. Sinnvoll, sobald Verträge, Mitarbeiter, Lieferketten oder Geschäftsführer­haftung eine Rolle spielen.

Grundlagen

Was eine Gewerbeversicherung abdeckt

Eine Gewerbeversicherung ist ein Rahmen, unter dem einzelne Verträge zusammengefasst werden. Sie fängt drei Arten von Schäden auf, die einen Betrieb aus dem Tritt bringen können.

Schäden, die Sie anderen zufügen

Ein Mitarbeiter beschädigt beim Kundentermin ein Gerät, ein Kunde stürzt in Ihren Räumen, ein geliefertes Produkt verursacht einen Folgeschaden. Dafür haftet das Unternehmen, bei Personenschäden unbegrenzt.

Schäden an Ihren eigenen Werten

Feuer, Leitungswasser, Sturm, Einbruch oder ein technischer Defekt trifft Maschinen, Waren, IT und Einrichtung. Diese Werte müssen ersetzt werden, bevor wieder gearbeitet werden kann.

Schäden, die den Betrieb stoppen

Wenn nach einem Schaden tage- oder wochenlang nichts läuft, fehlen Einsätze und Umsatz. Miete, Gehälter und Kredite laufen trotzdem weiter.

Privat ist nicht gewerblich

  • Die private Haftpflicht zahlt nicht für Schäden aus beruflicher Tätigkeit, auch nicht im Nebengewerbe
  • Die Hausratversicherung deckt keine Waren, Werkzeuge oder Betriebsgeräte ab, auch nicht im Homeoffice
  • Die private Rechtsschutz­versicherung greift nicht bei betrieblichen Streitigkeiten
  • Ein privat zugelassenes Auto ist für regelmäßige Firmenfahrten falsch eingestuft

Wer eine braucht

  • Selbstständige und Freiberufler, auch ohne Mitarbeiter und auch im Nebenerwerb
  • Handwerks-, Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe jeder Größe
  • GmbH-Geschäftsführer und Vorstände, die persönlich in die Haftung geraten können
  • Vereine und ehrenamtliche Vorstände, die oft ungeschützt handeln

Die private Seite dieser Themen haben wir im Beitrag Welche Versicherungen gibt es beschrieben. Hier geht es ausschließlich um den betrieblichen Teil.

Bausteine

Die vier Kernbausteine im Detail

Diese vier Bausteine bilden bei fast jedem Betrieb den Kern. Was jeweils versichert ist, welche Leistungen es gibt und wo der Schutz gilt, steht hier im Detail. Welche Kombination für Sie passt, hängt von Branche, Umsatz und Betriebsstätte ab.

Betriebshaftpflicht­versicherung

Stufe 1

Der wichtigste Baustein für fast jeden Betrieb. Sie deckt Schäden ab, die durch den Betrieb, seine Mitarbeiter oder das Betriebsvermögen bei Dritten entstehen.

Versichert
Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die Dritten durch Ihren Betrieb entstehen
Leistungen
Entschädigung berechtigter Ansprüche sowie Abwehr unberechtigter Forderungen inklusive Anwalts- und Gerichtskosten
Wo es gilt
Am Betriebssitz, beim Kunden, auf Baustellen und im Außendienst, je nach Tarif auch weltweit
Erweiterbar
Umweltschaden­deckung, Produkt­haftpflicht, Mietsachschäden, Tätigkeitsschäden und branchenspezifische Risiken

Bei Personenschäden haften Sie unbegrenzt. Deshalb entscheidet weniger der Beitrag als die Deckungssumme und die Frage, ob Ihre konkrete Tätigkeit im Vertrag richtig beschrieben ist.

Inhalts­versicherung

Stufe 2

Auch Geschäftsinhaltsversicherung genannt. Sie ersetzt die beweglichen Werte im Betrieb, wenn sie zerstört, beschädigt oder gestohlen werden.

Versichert
Betriebseinrichtung, Maschinen, Waren und Vorräte gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel
Leistungen
Wiederbeschaffungskosten für Maschinen, IT-Technik, Büroeinrichtung und gelagerte Produkte
Wo es gilt
In den versicherten Betriebsräumen und Lagern, je nach Vereinbarung auch unterwegs oder im Fahrzeug
Erweiterbar
Elementarschäden, Elektronik­versicherung, Maschinen­versicherung und Ertragsausfall

Der häufigste Fehler ist eine zu niedrige Versicherungs­summe. Wird der Wert der Einrichtung zu gering angesetzt, kürzt der Versicherer auch kleine Schäden anteilig.

Betriebs­unterbrechungs­versicherung

Stufe 2

Sie ersetzt das, was nach einem Sachschaden wirklich wehtut: den entgangenen Umsatz, während der Betrieb steht.

Versichert
Ertragsausfall, wenn Feuer, Leitungswasser, Einbruch oder ein technischer Defekt den Betrieb unterbricht
Leistungen
Ersatz des entgangenen Betriebsgewinns und der weiterlaufenden Fixkosten wie Miete, Gehälter und Kredite
Wo es gilt
Für die versicherten Betriebsstätten, je nach Vertrag auch für ausgelagerte Lager oder Produktionsstätten
Erweiterbar
Absicherung bei Cyberangriff, Maschinenbruch oder Ausfall wichtiger Zulieferer

Entscheidend ist die Haftzeit: Sie legt fest, wie lange gezahlt wird. Zwölf Monate sind üblich, bei langen Wiederaufbauzeiten ist mehr sinnvoll.

Gewerbliche Rechtsschutz­versicherung

Stufe 3

Übernimmt die Kosten rechtlicher Auseinandersetzungen, die im Geschäftsalltag entstehen, vom Zahlungsstreit bis zur Kündigungsschutzklage.

Versichert
Rechtsstreitigkeiten mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Behörden
Leistungen
Anwaltskosten, Gerichtsgebühren, Sachverständigen- und Zeugenkosten sowie Mediation
Bereiche
Vertrags-, Arbeits-, Steuer- und gewerbliches Mietrecht, je nach gewählten Bausteinen
Erweiterbar
Schutz bei Betriebsprüfungen, Abmahnungen und Konflikten mit Beschäftigten

Wichtig: Der Streit darf bei Abschluss noch nicht absehbar sein, und es gelten Wartezeiten von meist drei Monaten. Wer schon Ärger hat, ist zu spät dran.

Ergänzung

Cyber, Kfz, D&O und weitere Bausteine

Diese Bausteine kommen dazu, sobald IT, Fahrzeuge, Führungsverantwortung oder Lieferketten eine Rolle spielen. Sie sind nicht für jeden Betrieb nötig, im passenden Fall aber schwer zu ersetzen.

Cyber-Versicherung

Stufe 2

Deckt die Folgen von Angriffen auf Ihre IT ab. Relevant für jeden Betrieb, der Kundendaten verarbeitet, online bestellt oder digital abrechnet.

Versichert
Schäden durch Cyberangriffe, Datenverlust und IT-Sicherheitsvorfälle
Leistungen
Kosten für Datenwiederherstellung, IT-Forensik, Entschädigung betroffener Kunden und Rechtskosten bei Datenschutzverstößen
Wo es gilt
Für alle IT-Systeme des Betriebs, einschließlich Cloud-Diensten und ausgelagerten Servern
Erweiterbar
Krisenmanagement und Kommunikationsberatung während eines Angriffs

Fast alle Anbieter verlangen Mindeststandards: aktuelle Updates, Backups, getrennte Administratorkonten. Wer sie nicht erfüllt, riskiert die Leistung im Schadenfall.

Gewerbliche Kfz-Versicherung

Pflicht

Für jedes gewerblich genutzte Fahrzeug. Die Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben, Teil- und Vollkasko sind freiwillig.

Versichert
Firmenfahrzeuge sowie Schäden, die damit Dritten zugefügt werden
Varianten
Haftpflicht als Pflichtversicherung, Teilkasko für Diebstahl, Glas und Wildschaden, Vollkasko zusätzlich für selbst verschuldete Schäden und Vandalismus
Leistungen
Reparaturkosten, Ersatzfahrzeug, Abschleppen und Entschädigung bei Diebstahl
Erweiterbar
Flottentarife ab mehreren Fahrzeugen sowie Rabatte bei schadenfreiem Verlauf

Wer ein privat versichertes Auto regelmäßig gewerblich nutzt, ist falsch eingestuft. Im Schadenfall kann das zu Kürzungen führen.

D&O-Versicherung

Stufe 3

Die Managerhaftpflicht. Sie schützt Geschäftsführer und Vorstände, die für Fehlentscheidungen persönlich und mit dem Privatvermögen haften.

Versichert
Schäden aus Leitungsentscheidungen von Geschäftsführern und Führungskräften
Leistungen
Schadenersatzansprüche sowie Anwaltskosten zur Abwehr unberechtigter Forderungen
Wo es gilt
Für Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte, in der Regel weltweit
Erweiterbar
Schutz bei Vertragsverletzungen, Insolvenzverschleppung und Compliance-Verstößen

Auch ehrenamtliche Vereinsvorstände haften persönlich. Für Vereine gibt es dafür eigene, deutlich günstigere Tarife.

Weitere Bausteine

Nach Bedarf

Je nach Geschäftsmodell kommen weitere Verträge dazu. Sie sind kein Standard, können im Einzelfall aber wichtiger sein als alles andere.

Transport­versicherung
Für Waren auf dem Weg zum Kunden, national wie international
Vertrauensschaden­versicherung
Gegen Schäden durch eigene Mitarbeiter, etwa Unterschlagung oder Betrug
Warenkredit­versicherung
Gegen Zahlungsausfall von Kunden, sinnvoll bei hohen Außenständen
Gebäude­versicherung
Für die eigene Betriebsimmobilie, inklusive Elementarschutz

Auch die Absicherung der Inhaber gehört dazu: Berufsunfähigkeit und Krankentagegeld sind bei Selbstständigen oft die größere Lücke als jede Sachversicherung.

Rechtslage

Pflicht oder freiwillig? Was der Gesetzgeber verlangt

Nur ein Teil der Gewerbeversicherungen ist vorgeschrieben. Der größere Teil ist freiwillig, wird in der Praxis aber von Auftraggebern, Vermietern oder Banken verlangt.

Tabelle seitlich scrollbar →

BausteinStatusHintergrund
Kfz-HaftpflichtPflichtJedes zugelassene Firmenfahrzeug, gesetzlich vorgeschrieben
Gesetzliche UnfallversicherungPflichtMitgliedschaft in der zuständigen Berufs­genossenschaft, auch ohne Mitarbeiter; Anmeldung nach Gründung erforderlich
Berufshaftpflicht bestimmter BerufePflichtÄrzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten und Ingenieure, Versicherungsmakler und weitere; Mindestsummen sind gesetzlich geregelt
BetriebshaftpflichtfreiwilligFür die meisten Betriebe nicht vorgeschrieben, in der Praxis aber unverzichtbar; Auftraggeber verlangen sie häufig
Inhalts­versicherungfreiwilligKann von Vermietern oder finanzierenden Banken vertraglich verlangt werden
Betriebs­unterbrechungfreiwilligMeist als Zusatz zur Inhalts­versicherung, teils von Banken gefordert
Cyber-VersicherungfreiwilligNicht vorgeschrieben; Datenschutzpflichten nach DSGVO bestehen unabhängig davon
D&O-VersicherungfreiwilligOft im Geschäftsführervertrag oder von Investoren vereinbart
Gewerblicher RechtsschutzfreiwilligKeine gesetzliche Pflicht
Der häufigste Irrtum bei Gründern

Viele denken, mit der Gewerbeanmeldung sei alles erledigt. Die Anmeldung bei der Berufs­genossenschaft ist aber ein eigener Schritt und gesetzlich vorgeschrieben, auch für Einzelunternehmen ohne Angestellte. Wer sie versäumt, riskiert Beitragsnachforderungen. Welche Berufs­genossenschaft zuständig ist, hängt von der Branche ab, und wir sagen Ihnen im Erstgespräch, welche es in Ihrem Fall ist.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Pflichtversicherungen und Mindestdeckungssummen ergeben sich aus Bundes- und Landesrecht sowie aus Kammer- und Berufsordnungen und werden regelmäßig angepasst. Maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung.

Branchen

Was Ihre Branche typischerweise braucht

Die Frage ist selten, welche Gewerbeversicherungen es gibt, sondern welche in Ihrer Branche wirklich greifen. Diese Übersicht zeigt typische Schwerpunkte. Sie ersetzt keine Prüfung, gibt aber eine ehrliche Vorstellung davon, worauf es ankommt.

01

Handwerk und Bau

  • Betriebshaftpflicht mit Tätigkeits- und Bearbeitungsschäden
  • Inhalt inklusive Werkzeug und Maschinen, auch im Fahrzeug
  • Bauleistungsversicherung bei größeren Aufträgen
  • Gewerbliche Kfz-Versicherung für Transporter
Häufigster Streitpunkt: Schäden an dem Gewerk, an dem gerade gearbeitet wird. Das ist im Standardtarif oft ausgeschlossen.
02

Handel und Einzelhandel

  • Inhalts­versicherung mit realistischer Warensumme
  • Betriebs­unterbrechung für die Zeit nach einem Schaden
  • Betriebshaftpflicht inklusive Produkt­haftpflicht
  • Transport­versicherung für Warenlieferungen
Saisonale Lagerspitzen mitteilen: Wer im Weihnachtsgeschäft das Dreifache im Lager hat, braucht eine Vorsorgeversicherung.
03

Büro und Dienstleistung

  • Betriebshaftpflicht, oft günstig wegen geringer Gefahrenklasse
  • Vermögensschaden­haftpflicht bei beratender Tätigkeit
  • Cyber-Versicherung wegen Kunden- und Projektdaten
  • Inhalt für IT und Büroeinrichtung, auch im Homeoffice
Beratende Berufe haften vor allem für reine Vermögensschäden. Genau die sind in der normalen Betriebshaftpflicht nicht enthalten.
04

Gastronomie und Hotellerie

  • Betriebshaftpflicht inklusive Schlüssel- und Garderobenrisiko
  • Inhalt mit Küchentechnik und Elementarschutz
  • Betriebs­unterbrechung, weil ein Küchenbrand schnell Wochen kostet
  • Rechtsschutz für Arbeits- und gewerbliches Mietrecht
Verderb von Kühlware nach Stromausfall ist ein häufiger Schaden und nur mit eigenem Baustein gedeckt.
05

IT, Agentur und Medien

  • Vermögensschaden­haftpflicht für Projektfehler und Fristen
  • Cyber-Versicherung mit Drittschadendeckung
  • Betriebshaftpflicht für Termine beim Kunden
  • Rechtsschutz für Vertrags- und Urheberrecht
Vertragsstrafen und Folgeschäden bei verzögerter Auslieferung sind der typische Schaden, nicht der zerbrochene Laptop.
06

Verein und Ehrenamt

  • Vereinshaftpflicht für Veranstaltungen und Mitglieder
  • D&O für den Vorstand, der persönlich haftet
  • Inhalt für Vereinsheim und Ausstattung
  • Unfallversicherung für ehrenamtlich Tätige
Vereinsvorstände haften bei Pflichtverletzungen mit dem Privatvermögen. Vielen ist das nicht bewusst.
Beitrag

Was eine Gewerbeversicherung kostet

Einen Pauschalpreis gibt es nicht, aber es gibt nachvollziehbare Faktoren. Diese sechs bestimmen, was Sie am Ende zahlen. Wer sie kennt, kann Angebote vergleichen, statt nur auf die Endsumme zu schauen.

Branche und Gefahrenklasse

Ein Dachdeckerbetrieb zahlt ein Vielfaches eines Bürobetriebs mit gleichem Umsatz. Die Einstufung folgt der tatsächlichen Tätigkeit, nicht dem Firmennamen.

Umsatz und Lohnsumme

Bei der Betriebshaftpflicht ist meist der Jahresumsatz die Rechnungsgrundlage, bei einigen Tarifen zusätzlich die Zahl der Beschäftigten.

Versicherungs­summe

Die Deckungssumme kostet weniger, als die meisten annehmen. Der Sprung von 3 auf 10 Millionen Euro macht oft nur einen kleinen Teil des Beitrags aus.

Selbst­beteiligung

Wer kleine Schäden selbst trägt, senkt den Beitrag spürbar. Sinnvoll, solange die Summe aus der Betriebskasse zahlbar bleibt.

Schaden­historie

Frühere Schäden wirken sich auf den Beitrag aus und können bei manchen Gesellschaften zur Ablehnung führen.

Betriebsstätte

Lage, Bauart, Brandschutz und Einbruchsicherung fließen in die Inhalts- und Gebäude­versicherung ein.

Warum wir keine Pauschalpreise nennen

Seriös lässt sich ein Beitrag erst nennen, wenn Tätigkeit, Umsatz und gewünschte Deckung feststehen. Ein Dienstleistungsbetrieb ohne Mitarbeiter liegt bei der Betriebshaftpflicht häufig im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr, ein Bau- oder Produktionsbetrieb deutlich darüber. Alles andere wäre geraten.

Was unsere Arbeit kostet

Die Vermittlung ist für Sie kostenfrei, wir werden dann über die Courtage der Gesellschaft vergütet. Alternativ arbeiten wir für Unternehmen gegen ein festes Honorar, ohne Courtage. Beide Wege stehen offen in unserer Preisliste, Details zum Honorarmodell auf der Seite Honorarberatung.

Fehlervermeidung

Acht Fehler, die im Schadenfall richtig teuer werden

Diese Punkte sehen wir bei Betriebsprüfungen am häufigsten. Die meisten lassen sich mit einer Vertragsänderung beheben, bevor etwas passiert.

  • ×Tätigkeit ungenau angebenIm Vertrag steht, was versichert ist. Wer als Elektriker auch Photovoltaik montiert oder als Agentur auch Software entwickelt, muss das melden. Sonst fällt genau dieser Bereich aus der Deckung.
  • ×Zu niedrige Versicherungs­summeBei der Inhalts­versicherung führt eine zu niedrige Summe zur anteiligen Kürzung auch kleiner Schäden. Der Wert der Einrichtung wird fast immer unterschätzt.
  • ×Wachstum nicht meldenUmsatz, Mitarbeiterzahl und Lagerwert ändern sich. Wer das nicht anpasst, ist unterversichert, obwohl der Vertrag formal besteht.
  • ×Vermögensschäden vergessenDie Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden. Reine Vermögensschäden, also Fehler in Beratung, Planung oder Berechnung, brauchen einen eigenen Baustein.
  • ×Cyberauflagen ignorierenBackups, Updates und getrennte Zugänge sind bei den meisten Cybertarifen Bedingung. Wer sie nicht einhält, hat im Ernstfall einen Vertrag ohne Leistung.
  • ×Nur auf den Beitrag schauenZwei Angebote mit gleichem Namen können völlig unterschiedliche Bedingungen haben. Entscheidend sind Ausschlüsse, Subsummen und Selbst­beteiligungen, nicht die Jahresprämie.
  • ×Betriebs­unterbrechung wegdenkenDer Sachschaden ist ersetzt, aber vier Wochen Stillstand nicht. Für viele Betriebe ist der Umsatzausfall der größere Schaden.
  • ×Die eigene Person vergessenBei Selbstständigen hängt der Betrieb an einer Person. Fällt sie aus, hilft keine Sachversicherung. Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit gehören deshalb in dieselbe Betrachtung.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Zehn Fragen, die uns Unternehmerinnen und Unternehmer am häufigsten stellen.

Gewerbeversicherung, was ist das genau?

Der Begriff beschreibt kein einzelnes Produkt, sondern alle Versicherungen, die ein Unternehmen oder einen Selbstständigen vor den finanziellen Folgen von Schäden schützen. Typische Bausteine sind Betriebshaftpflicht, Inhalts­versicherung, Betriebs­unterbrechung, Rechtsschutz, Cyber, gewerbliche Kfz-Versicherung und D&O. Zusammengestellt wird das nach dem tatsächlichen Betriebsrisiko.

Brauche ich als Kleingewerbe oder Nebenberufler eine Gewerbeversicherung?

In der Regel ja, zumindest eine Betriebshaftpflicht. Die private Haftpflicht zahlt nicht für Schäden aus beruflicher Tätigkeit, auch nicht im Nebenerwerb. Für kleine Betriebe gibt es dafür günstige Tarife. Die Pflichtmitgliedschaft in der Berufs­genossenschaft besteht ebenfalls unabhängig von der Betriebsgröße.

Was kostet eine Gewerbeversicherung?

Das hängt vor allem von Branche, Umsatz, Versicherungs­summe und Selbst­beteiligung ab. Ein Dienstleistungsbetrieb ohne Mitarbeiter liegt bei der Betriebshaftpflicht häufig im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr, ein Bau- oder Produktionsbetrieb deutlich darüber. Eine belastbare Zahl nennen wir erst, wenn die Tätigkeit klar beschrieben ist.

Welche Deckungssumme ist bei der Betriebshaftpflicht sinnvoll?

Bei Personenschäden haften Sie unbegrenzt, deshalb sollte die Summe nicht knapp bemessen sein. In der Praxis sind mehrere Millionen Euro üblich; die Höhe richtet sich nach Branche und Gefahrenpotenzial. Der Aufpreis für eine deutlich höhere Summe fällt meist geringer aus als erwartet.

Ist die Betriebshaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben?

Für die meisten Gewerbe nicht. Vorgeschrieben ist sie unter anderem für Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten und Ingenieure sowie Versicherungsvermittler, dort mit gesetzlich geregelten Mindestsummen. Unabhängig davon verlangen viele Auftraggeber und öffentliche Ausschreibungen einen Nachweis.

Was deckt eine Cyber-Versicherung ab?

Sie trägt die Kosten nach einem Angriff oder Datenverlust: Datenwiederherstellung, IT-Forensik, Entschädigung betroffener Kunden, Rechtskosten bei Datenschutzverstößen und auf Wunsch Krisenkommunikation. Voraussetzung sind meist technische Mindeststandards wie aktuelle Updates und funktionierende Backups.

Kann ich mehrere Bausteine in einem Vertrag bündeln?

Häufig ja. Viele Gesellschaften bieten Gewerbepakete an, in denen Haftpflicht, Inhalt und Betriebs­unterbrechung zusammengefasst sind. Das ist übersichtlicher und oft günstiger, macht aber einen Teilwechsel schwerer. Wir rechnen beide Varianten gegeneinander.

Was passiert, wenn sich mein Betrieb verändert?

Neue Tätigkeiten, mehr Umsatz, zusätzliche Mitarbeiter oder ein Umzug müssen gemeldet werden. Sonst besteht der Vertrag zwar, deckt aber nicht mehr das tatsächliche Risiko. Wir prüfen das einmal jährlich gemeinsam mit Ihnen.

Kann ich bestehende Verträge zu Ihnen übertragen?

Ja. Mit einer Maklervollmacht übernehmen wir die Betreuung Ihrer bestehenden Gewerbeverträge, holen Unterlagen ein und sind Ihr Ansprechpartner gegenüber den Gesellschaften. Für die Übernahme und Pflege von Fremdverträgen fällt eine einmalige Gebühr an, die in unserer Preisliste steht.

Beraten Sie auch gegen Honorar statt gegen Courtage?

Für Unternehmen ja. Gewerbliche Kunden sind in der Regel keine Verbraucher, deshalb ist die Beratung gegen gesondertes Honorar zulässig. Wie das abläuft, steht auf der Seite Honorarberatung. Weitere Antworten finden Sie in unseren häufigen Fragen.

Hotz Consulting

Was Hotz Consulting für Unternehmen besonders macht

Wir sind unabhängiger Versicherungsmakler aus Heidelberg, geführt von den Brüdern Adrian und Pascal Hotz. Das heißt: Wir arbeiten für Sie, nicht für eine Gesellschaft. Für Unternehmen ist auch eine reine Honorarberatung möglich, nachzulesen auf der Seite Honorarberatung. Wer zusätzlich Immobilien hält, findet unter Hausverwaltung den passenden Bereich.

Neutral und ungebunden

Keine festen Produktgeber. Wir vergleichen die Tarife von über 100 Gesellschaften und sind an keinen davon gebunden.

Transparente Beratung

Klare Empfehlungen statt Verkaufsgespräch. Sie erfahren vorher, wie wir vergütet werden: über Courtage oder über ein festes Honorar.

Maßgeschneiderte Konzepte

Erst Ihr Betrieb, dann die Lösung. Wir nehmen Ihre Tätigkeit genau auf, bevor wir über Tarife sprechen.

Langfristige Betreuung

Wir bleiben Ihr Ansprechpartner, wenn der Betrieb wächst, umzieht oder das Geschäftsmodell sich ändert.

So sieht unsere Beratung aus

Fünf Schritte, kein Verkaufsdruck. Nach dem ersten Gespräch wissen Sie, wo Ihr Betrieb steht, auch wenn Sie danach nichts abschließen.

Schritt 1Kostenfreies Erstgespräch

In Heidelberg, bei Ihnen im Betrieb oder per Video. Wir hören zu und klären, worum es Ihnen wirklich geht.

Schritt 2Risikoaufnahme

Tätigkeiten, Umsatz, Mitarbeiter, Räume, IT und bestehende Verträge. Daraus ergibt sich, was tatsächlich abgesichert werden muss.

Schritt 3Unabhängiger Marktvergleich

Wir vergleichen Angebote verschiedener Gesellschaften und erklären Vor- und Nachteile in verständlicher Sprache.

Schritt 4Ihre Entscheidung

Sie entscheiden in Ihrem Tempo, mit allen Informationen und ohne Frist oder Verpflichtung.

Schritt 5Laufende Begleitung

Einmal im Jahr prüfen wir gemeinsam, ob die Deckung noch zum Betrieb passt. Im Schadenfall übernehmen wir die Abwicklung.

Ihr nächster Schritt

Einmal sauber prüfen, was Ihr Betrieb wirklich braucht

Eine passgenaue Gewerbeversicherung schützt Ihr Unternehmen vor Risiken, die den Betrieb sonst zum Stillstand bringen. Im kostenfreien Erstgespräch nehmen wir Ihre Tätigkeit auf und sagen offen, wo Sie gut aufgestellt sind, wo etwas fehlt und was Sie sich sparen können.