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Gold, Silber, Edelmetalle: Sparplan für echte Sachwerte

Ein Gold Silber Edelmetalle Sparplan lässt Sie Monat für Monat physisches Metall aufbauen, statt auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu warten. Diese Seite erklärt, was dafür spricht, was dagegen, was er tatsächlich kostet und wie Gold und Silber steuerlich behandelt werden.

Lesezeit ca. 13 MinutenVon Adrian Hotz, Hotz Consulting HeidelbergStand: September 2026
ab 25 €im Monat läuft ein Edelmetall­sparplan, mit physischem Eigentum am Metall
12 MonateHaltedauer, danach ist der Verkaufsgewinn als privates Veräußerungsgeschäft steuerfrei
5 bis 10 %gelten als übliche Beimischung im Gesamtvermögen, nicht mehr
Auf einen Blick

Beimischung, nicht Grundlage

Edelmetalle haben einen festen Platz in vielen Vermögen, aber selten den ersten. Sie zahlen weder Zinsen noch Dividenden, sie erwirtschaften nichts. Ihr Wert liegt darin, dass sie unabhängig von Zahlungsversprechen Dritter existieren. Wer das versteht, dosiert richtig.

VorherWas zuerst steht

Drei bis sechs Nettogehälter als Reserve auf dem Tagesgeld, die Absicherung der Arbeitskraft und ein laufender Vorsorgeplan. Erst danach ist eine Edelmetallposition sinnvoll. Wer die Reihenfolge umdreht, muss im Ernstfall verkaufen, und zwar ausgerechnet dann, wenn der Kurs gerade schlecht steht.

DosisWie viel üblich ist

In der Praxis werden 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens als Beimischung genannt. Das ist keine Regel, sondern eine Orientierung. Entscheidend ist, dass ein Kursrückgang von 30 Prozent Ihre Pläne nicht umwirft.

FormPhysisch oder Papier

Physisches Metall im eigenen Besitz oder in zugeordneter Lagerung ist etwas anderes als ein Fonds oder Zertifikat auf den Goldpreis. Steuerlich, rechtlich und im Krisenfall. Diese Seite behandelt den physischen Weg.

Argumente

Was für Gold und Silber spricht

Diese sechs Punkte sind der Kern des Arguments für Edelmetalle. Sie gelten für physisches Metall im eigenen Besitz oder in zugeordneter Lagerung, nicht automatisch für jedes Produkt, auf dem Gold steht.

01Sachwert statt Zahlungsversprechen

Eine Anleihe ist das Versprechen eines Schuldners, ein Bankguthaben eine Forderung gegen die Bank. Ein Barren ist ein Ding. Sein Wert hängt nicht davon ab, ob jemand zahlungsfähig bleibt.

02Kein Gegenpartei­risiko im Besitz

Solange das Metall Ihnen gehört und zugeordnet gelagert ist, fällt es nicht in die Insolvenzmasse eines Anbieters. Genau deshalb ist die Frage der Lagerform so wichtig.

03Weltweit handelbar

Gold wird an jedem Handelsplatz der Welt angenommen und ist in Minuten in Bargeld zu tauschen. Eine Unze ist in Zürich dasselbe wie in Singapur.

04Begrenztes Angebot

Die jährliche Fördermenge wächst nur langsam und lässt sich nicht per Beschluss erhöhen. Das unterscheidet Edelmetalle strukturell von Geldmengen.

05Langfristiger Kaufkraftbezug

Über sehr lange Zeiträume hat Gold seine Kaufkraft im Durchschnitt gehalten. Kurz- und mittelfristig gilt das nicht verlässlich, dazu mehr im nächsten Abschnitt.

06Unabhängig vom Bankensystem

Physisches Metall liegt nicht auf einem Konto. Es unterliegt keiner Einlagen­sicherung, braucht sie aber auch nicht, weil es keine Forderung ist.

Die andere Seite

Was gegen Edelmetalle spricht, ehrlich benannt

Wer nur die Vorteile hört, wird nicht beraten, sondern verkauft. Diese sechs Punkte gehören in jede Entscheidung, bevor der erste Euro fließt.

  • ×Keine laufenden ErträgeGold zahlt keine Zinsen und keine Dividenden. Der gesamte Ertrag muss aus dem Preis kommen. Eine Aktie kann auch bei stagnierendem Kurs auschütten, ein Barren nicht.
  • ×Deutliche KursschwankungenDer Goldpreis schwankt erheblich, Silber noch stärker. Zweistellige Verluste innerhalb eines Jahres sind historisch mehrfach vorgekommen. Wer kurzfristig Geld braucht, ist hier falsch.
  • ×Lange SeitwärtsphasenNach dem Hoch von 1980 dauerte es rund 28 Jahre, bis der Goldpreis nominal wieder dort ankam. Inflationsbereinigt sogar länger. Ein Werterhalt ist also keine Garantie für jeden Zeitraum.
  • ×Inflationsschutz wirkt nicht auf KnopfdruckÜber Jahrzehnte hat Gold seine Kaufkraft im Mittel gehalten. In einzelnen Inflationsjahren ist der Preis aber auch gefallen. Als kurzfristiger Schutz taugt es nur bedingt.
  • ×Kosten fressen kleine SparratenAufgeld beim Kauf, Spanne zwischen An- und Verkauf, Lagerung und Versicherung. Bei kleinen Raten fällt das prozentual am stärksten ins Gewicht. Details im Kapitel Kosten.
  • ×Silber kostet Umsatz­steuerAnlagegold ist von der Umsatz­steuer befreit, Silberbarren nicht. Das ist ein Kostenunterschied von bis zu 19 Prozent, den viele Werbeaussagen unterschlagen.

Wie viel gehört hinein?

In der Praxis werden 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens als Beimischung genannt. Wer deutlich mehr hält, setzt auf eine einzige Preisentwicklung, ohne dass dafür etwas erwirtschaftet wird. Wer seriös beraten wird, hört diese Zahl vor dem Produktvorschlag, nicht danach.

Was vorher stehen sollte

Notgroschen, Absicherung der Arbeitskraft und ein laufender Vorsorgeplan. Wie das zusammenhängt, steht in unseren Beiträgen Welche Versicherungen gibt es und Altersvorsorge einfach erklärt. Edelmetalle sind der Baustein danach, nicht davor.

Vergleich

Edelmetalle neben Aktien und Tagesgeld

Statt zu fragen, was besser ist, lohnt sich die Frage, welche Aufgabe jede Anlageklasse übernimmt. Diese acht Kriterien zeigen, wo die Unterschiede liegen.

KriteriumGold und Silber (physisch)Aktien und ETFsTagesgeld und Festgeld
Laufender ErtragKeiner. Der gesamte Ertrag muss aus dem Preis kommen.Dividenden und Kursgewinne, abhängig vom Unternehmenserfolg.Zinsen, abhängig vom Zinsniveau.
WertschwankungHoch. Silber schwankt deutlich stärker als Gold.Hoch, breit gestreut aber langfristig ausgleichend.Nominal keine; real sinkt der Wert bei Inflation.
Langfristiger KaufkraftbezugHistorisch im Mittel gehalten, mit langen Seitwärtsphasen.Über lange Zeiträume die höchsten realen Zuwächse.Bei Inflation über dem Zins real negativ.
VerfügbarkeitVerkauf jederzeit möglich; physische Auslieferung braucht Tage.Handelbar zu Börsenzeiten, Gutschrift binnen weniger Tage.Tagesgeld täglich, Festgeld erst zum Laufzeitende.
Gegenpartei­risikoKeines bei zugeordnetem Eigenbesitz; beim Anbieter abhängig von der Lagerform.Fonds sind Sondervermögen und insolvenzgeschützt; das Unternehmensrisiko bleibt.Forderung gegen die Bank, gesetzlich gesichert bis 100.000 Euro je Kunde und Institut.
Laufende KostenAufgeld beim Kauf, Spanne zwischen An- und Verkauf, Lagerung und Versicherung.Depotkosten und Fondskosten, bei breiten ETFs sehr niedrig.In der Regel keine.
SteuernGewinn nach zwölf Monaten Haltedauer steuerfrei (§ 23 EStG); Silber unterliegt beim Kauf der Umsatz­steuer.Abgeltung­steuer auf Gewinne und Ausschüttungen, bei Aktienfonds mit Teilfreistellung.Abgeltung­steuer auf Zinsen über dem Sparerpauschbetrag.
Rolle im VermögenBeimischung, üblicherweise 5 bis 10 Prozent.Kern des langfristigen Vermögens­aufbaus.Reserve für kurzfristige Ausgaben.

Die Tabelle beschreibt Eigenschaften der Anlageklassen, keine Prognose. Keine der drei Spalten ist für sich genommen besser; sie erfüllen verschiedene Aufgaben. In den meisten Vermögen kommen alle drei vor, nur in unterschiedlicher Gewichtung. Vergangene Wert­entwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse.

Vorgehen

Sparplan oder Einmalkauf: was wann passt

Ein Sparplan nimmt die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt aus der Entscheidung. Ein Einmalkauf ist günstiger je Gramm. Beides hat seinen Platz.

Sparplan

Regelmäßig kaufen

Ein fester Betrag fließt monatlich in Gold oder Silber. Sie kaufen automatisch mehr Gramm, wenn der Preis niedrig ist, und weniger, wenn er hoch ist.

  • Start ab etwa 25 Euro im Monat, jederzeit anpassbar oder aussetzbar
  • Kein Timing nötig, der Einstieg verteilt sich über Jahre
  • Glättet Schwankungen, der Durchschnittspreis liegt zwischen Hoch und Tief
  • Auslieferung als Barren oder Münzen, sobald die nötige Menge erreicht ist
Einmalkauf

Auf einmal kaufen

Ein größerer Betrag wird zu einem Zeitpunkt investiert. Passend, wenn das Geld ohnehin vorhanden ist und langfristig liegen bleiben soll.

  • Geringere Kosten je Gramm, weil größere Stückelungen günstiger sind
  • Die Zwölf-Monats-Frist läuft für den gesamten Betrag ab einem Datum
  • Dafür hängt das Ergebnis stärker vom Kaufzeitpunkt ab
  • Sinnvoll ab Beträgen, bei denen das Aufgeld spürbar sinkt
Warum der Durchschnitt hilft: ein Zahlenbeispiel100 Euro monatlich, drei Monate, stark schwankender Preis. Vereinfacht, ohne Kosten und Steuern.
Monat 12.000 €

Preis je Unze. Für 100 Euro erhalten Sie 0,050 Unzen.

Monat 21.600 €

Der Preis fällt. Für dieselben 100 Euro erhalten Sie 0,0625 Unzen.

Monat 32.400 €

Der Preis steigt. Für 100 Euro erhalten Sie nur noch 0,0417 Unzen.

Nach drei Monaten haben Sie 300 Euro eingezahlt und rund 0,154 Unzen erworben. Ihr Durchschnittspreis liegt bei rund 1.946 Euro je Unze und damit unter dem rechnerischen Mittel der drei Kurse von 2.000 Euro. Genau das ist der Cost-Average-Effekt. Er senkt allerdings nicht das Risiko fallender Preise, er verteilt nur den Einstieg.

Beide Wege lassen sich kombinieren: eine Grundposition als Einmalkauf, dazu ein kleiner Sparplan. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom vorhandenen Vermögen, vom Anlagehorizont und davon ab, wie viel Schwankung Sie aushalten wollen.

Metalle

Gold, Silber, Platin: die Unterschiede

Gold, Silber, Platin und Palladium werden oft in einem Atemzug genannt. Steuerlich und in der Schwankung unterscheiden sie sich deutlich. Diese Übersicht zeigt, worauf es je Metall ankommt.

Gold

Basis

Das klassische Anlagemetall. Geringere Schwankung als Silber, höhere Liquidität und steuerlich der klarste Fall.

Umsatz­steuer
Anlagegold ist nach § 25c UStG von der Umsatz­steuer befreit, wenn die gesetzlichen Merkmale erfüllt sind
Schwankung
Deutlich, aber geringer als bei Silber
Aufgeld
Sinkt mit der Stückelung: bei einer Unze deutlich niedriger als bei einem Gramm
Typische Formen
Barren von 1 g bis 1 kg, Münzen wie Krugerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker

Anlagegold meint Barren und Plättchen ab einem bestimmten Feingehalt sowie bestimmte Münzen. Schmuck fällt nicht darunter und ist umsatzsteuerpflichtig.

Silber

Schwankend

Industrie- und Anlagemetall zugleich. Das macht es interessanter im Aufschwung und anfälliger im Abschwung.

Umsatz­steuer
Silberbarren unterliegen dem vollen Satz von 19 Prozent; bei bestimmten Münzen kann die Differenz­besteuerung greifen
Schwankung
Deutlich stärker als Gold, in beide Richtungen
Nachfrage
Etwa die Hälfte fließt in die Industrie, unter anderem in Elektronik und Photovoltaik
Lagerung
Braucht bei gleichem Wert ein Vielfaches an Platz und Versicherungssumme

Die Umsatz­steuer ist der entscheidende Punkt: Sie muss beim Verkauf erst wieder verdient werden. Eine Lagerung im Zollfreilager schiebt sie auf, bis das Metall nach Deutschland geliefert wird.

Platin und Palladium

Speziell

Beides sind vor allem Industriemetalle. Der Preis hängt stärker an einzelnen Branchen als an der Anlagenachfrage.

Umsatz­steuer
19 Prozent, wie bei Silber
Schwankung
Sehr hoch, teils stärker als bei Silber
Nachfrage
Stark von der Automobilindustrie abhängig, dadurch anfällig für Technologiewechsel
Markt
Kleiner und weniger liquide als Gold, größere Spannen beim Handel

Für eine breite Beimischung selten nötig. Wer sie beimischt, sollte wissen, dass hier eine Branchenwette mitläuft.

Was kein physisches Edelmetall ist

Abgrenzung

Auf den Goldpreis gibt es viele Produkte. Sie verhalten sich rechtlich und steuerlich anders als ein Barren im Tresor.

ETCs und Zertifikate
Rechtlich Schuldverschreibungen; es besteht ein Emittentenrisiko, auch wenn sie mit Gold hinterlegt sind
Goldfonds
Investieren häufig in Minenaktien, nicht in Metall; sie folgen dem Goldpreis nur teilweise
Steuer
Hier greift in der Regel die Abgeltung­steuer, nicht die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten
Sonderfall
Bei einzelnen physisch hinterlegten Produkten mit Lieferanspruch gelten abweichende Regeln; das ist im Einzelfall zu prüfen

Wenn Ihnen jemand Gold anbietet, lautet die erste Frage: Wem gehört das Metall, und kann ich es mir ausliefern lassen?

Steuern

Steuern bei Gold und Silber, korrekt sortiert

Der bekannte Satz lautet: Nach einem Jahr steuerfrei. Das stimmt für den Verkauf. Beim Kauf gibt es aber einen zweiten Punkt, der bei Silber deutlich ins Gewicht fällt.

Beim Verkauf

Die Zwölf-Monats-Frist

Physische Edelmetalle sind steuerlich private Wirtschaftsgüter. Ein Verkauf ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG.

  • Nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei
  • Innerhalb der Frist ist der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern
  • Dafür gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte
  • Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber
Beim Kauf

Umsatz­steuer: der große Unterschied

Hier trennen sich Gold und die anderen Metalle. Das wirkt sich direkt auf den Einstandspreis aus.

  • Anlagegold ist nach § 25c UStG von der Umsatz­steuer befreit
  • Silber, Platin und Palladium unterliegen dem Satz von 19 Prozent
  • Bei bestimmten Silbermünzen kann die Differenz­besteuerung nach § 25a UStG die Belastung senken
  • Lagerung im Zollfreilager schiebt die Einfuhr­umsatzsteuer auf, bis geliefert wird
Sparplan

Was das für Raten bedeutet

Bei einem Sparplan entsteht kein einziger Kaufzeitpunkt, sondern viele. Das ist steuerlich wichtig.

  • Jede Rate hat ihre eigene Zwölf-Monats-Frist
  • Beim Verkauf gilt in der Regel die Reihenfolge, in der gekauft wurde
  • Bewahren Sie alle Abrechnungen auf, sie sind der Nachweis gegenüber dem Finanzamt
  • Wer einen Teil verkauft, sollte vorher prüfen, welche Raten die Frist bereits erfüllen
Abgrenzung

Papiergold wird anders besteuert

Nicht alles, was den Goldpreis abbildet, wird wie Gold besteuert.

  • Bei Fonds und den meisten Zertifikaten greift die Abgeltung­steuer
  • Die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten gilt für sie grundsätzlich nicht
  • Bei einzelnen physisch hinterlegten Produkten mit Lieferanspruch gelten Ausnahmen
  • Im Zweifel ist die steuerliche Einordnung vorab zu prüfen
Ein Rechenbeispiel, das viele übersehen

Wer Silberbarren für 1.000 Euro kauft, zahlt darin rund 160 Euro Umsatz­steuer. Beim Verkauf bekommt er nur den reinen Metallwert. Der Silberpreis muss also erst deutlich steigen, bevor überhaupt ein Gewinn entsteht. Bei Anlagegold entfällt dieser Effekt vollständig.

Das ist kein Argument gegen Silber, sondern eines für einen längeren Anlagehorizont und gegen häufiges Hin und Her.

Diese Darstellung gibt den allgemeinen Rechtsstand zum September 2026 wieder und ersetzt keine steuerliche Beratung. Steuersätze, Freigrenzen und Voraussetzungen ändern sich; maßgeblich ist die im Einzelfall geltende Rechtslage. Eine steuerliche Beratung im Einzelfall ist Steuerberaterinnen und Steuerberatern sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten vorbehalten.

Kosten

Was ein Edelmetall­sparplan wirklich kostet

Der Preis je Unze ist nur ein Teil der Rechnung. Diese sechs Posten entscheiden darüber, ab wann sich eine Position tatsächlich lohnt. Wer sie kennt, vergleicht Angebote richtig.

Aufgeld beim Kauf

Der Aufschlag auf den reinen Metallwert deckt Prägung, Handel und Marge. Er fällt bei kleinen Stückelungen prozentual deutlich höher aus als bei einer ganzen Unze.

Spanne zwischen An- und Verkauf

Zwischen dem Preis, zu dem Sie kaufen, und dem, zu dem der Händler zurücknimmt, liegt eine Differenz. Sie ist der Betrag, den der Preis erst wieder aufholen muss.

Lagerung

Ein Hochsicherheits­lager kostet einen jährlichen Prozentsatz des Werts. Bei Silber ist es wegen des Volumens im Verhältnis teurer als bei Gold.

Versicherung

Oft in der Lagergebühr enthalten, manchmal separat. Lassen Sie sich zeigen, bis zu welcher Summe und gegen welche Risiken versichert ist.

Auslieferung und Versand

Der Transport zu Ihnen kostet Gebühren und sollte versichert sein. Bei Teilauslösungen kann eine Stückelungsgebühr dazukommen.

Umsatz­steuer bei Silber

Kein Entgelt an den Anbieter, aber ein realer Kostenblock von 19 Prozent, der den Einstandspreis erhöht. Bei Gold entfällt er.

So senken Sie die Kosten spürbar
  • Größere Stückelungen wählen: Eine Unze kostet je Gramm deutlich weniger Aufgeld als zehn Ein-Gramm-Barren.
  • Beim Sparplan in größeren Einheiten sammeln lassen, statt jede Rate einzeln ausliefern zu lassen.
  • Langen Anlagehorizont einplanen: Einmalige Kosten wiegen bei zehn Jahren weniger als bei zwei.
  • Vor Abschluss die Gesamtkosten über fünf oder zehn Jahre durchrechnen lassen, nicht nur die Monatsrate.
  • An- und Verkaufspreis desselben Anbieters am selben Tag vergleichen. Die Differenz ist die ehrlichste Kennzahl.
Auswahl

Worauf Sie beim Anbieter achten sollten

Beim Edelmetall selbst gibt es keine Qualitätsunterschiede, eine Unze ist eine Unze. Die Unterschiede liegen vollständig beim Anbieter: bei Kosten, Eigentum und Lagerung.

  • ✓Zugeordnetes EigentumDas Metall sollte Ihnen gehören und einzeln zugeordnet sein, nicht als Anteil an einem Sammelbestand. Nur dann fällt es im Insolvenzfall des Anbieters nicht in die Masse.
  • ✓Vertraglicher Auslieferungs­anspruchSie sollten jederzeit verlangen können, dass Ihnen das Metall ausgeliefert wird. Steht das nicht im Vertrag, halten Sie ein Versprechen, kein Metall.
  • ✓Vollständige KostenübersichtAufgeld, Spanne, Lager, Versicherung, Auslieferung, alles schriftlich und in Prozent. Wer nur die Monatsrate nennt, hat die Frage nicht beantwortet.
  • ✓Versicherter Bestand und VersandLassen Sie sich Deckungssumme und Versicherer nennen. Eine Formulierung wie versichert gelagert allein reicht nicht.
  • ✓Regelmäßige Bestände­prüfungSeriöse Lager lassen ihre Bestände extern prüfen. Fragen Sie nach dem Prüfer und danach, wie oft geprüft wird.
  • ✓Lagerort und SteuerfolgenZollfreilager, verzolltes Lager oder Lieferung nach Hause haben unterschiedliche steuerliche Folgen, vor allem bei Silber. Das gehört vorher geklärt.
  • ✓Keine Kopplung an Schulungen oder StrukturenWenn der Vertrieb an Anwerbung oder Karrierestufen hängt, geht ein Teil Ihres Geldes in das System, nicht in Metall.
  • ✓Kein ZeitdruckAngebote, die nur heute gelten, Warnungen vor dem baldigen Zusammenbruch des Geldsystems oder Preisgarantien sind Warnsignale, keine Beratung.
Fünf Fragen vor der Unterschrift
  1. Gehört mir das Metall einzeln zugeordnet, oder halte ich einen Anteil an einem Sammelbestand?
  2. Wie hoch sind Aufgeld und An-/Verkaufsspanne heute, in Prozent?
  3. Was kostet Lagerung und Versicherung im Jahr, und ist das im Vertrag festgeschrieben?
  4. Was passiert mit meinem Bestand, wenn der Anbieter insolvent wird?
  5. Was kostet es, wenn ich mir alles ausliefern lasse oder verkaufe?
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Neun Fragen, die uns zum Thema Edelmetalle am häufigsten gestellt werden.

Ab welchem Betrag lohnt sich ein Gold Silber Edelmetalle Sparplan?

Technisch starten viele Sparpläne ab etwa 25 Euro im Monat. Wirtschaftlich sinnvoll wird es, wenn die Rate groß genug ist, dass das Aufgeld nicht den Großteil frisst, und wenn Sie mindestens fünf bis zehn Jahre Zeit mitbringen. Vorher sollten Notgroschen und Absicherung stehen.

Ist Gold wirklich ein Inflationsschutz?

Über sehr lange Zeiträume hat Gold seine Kaufkraft im Mittel gehalten. In einzelnen Jahren mit hoher Inflation ist der Preis aber auch gefallen. Als langfristiger Kaufkraftbezug taugt Gold, als verlässlicher Schutz für die nächsten zwei Jahre nicht.

Warum ist Silber teurer als gedacht?

Weil auf Silberbarren 19 Prozent Umsatz­steuer anfallen, auf Anlagegold dagegen keine. Diese Steuer bekommen Sie beim Verkauf nicht zurück, der Preis muss sie also erst wieder einholen. Bei bestimmten Münzen kann die Differenz­besteuerung die Belastung senken.

Wann ist der Gewinn steuerfrei?

Bei physischen Edelmetallen nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer, als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG. Innerhalb der Frist gilt der persönliche Steuersatz, mit einer Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte. Für Fonds und die meisten Zertifikate gilt das nicht.

Zu Hause lagern oder im Sicherheits­lager?

Zu Hause ist es kostenlos, aber begrenzt: Hausratversicherungen decken Bargeld und Wertsachen nur bis zu festen Höchstgrenzen, ein Tresor ist Voraussetzung für höhere Summen. Ein Hochsicherheits­lager kostet eine jährliche Gebühr, ist dafür versichert und geprüft. Ab welchem Wert sich das lohnt, rechnen wir mit Ihnen durch.

Was passiert, wenn der Anbieter insolvent wird?

Das hängt vollständig an der Lagerform. Ist das Metall Ihnen einzeln zugeordnet und als Ihr Eigentum dokumentiert, fällt es nicht in die Insolvenzmasse. Bei Sammel­verwahrung oder bloßen Lieferansprüchen kann das anders aussehen. Deshalb ist diese Frage die wichtigste vor der Unterschrift.

Kann ich mir mein Gold jederzeit ausliefern lassen?

Bei einem seriös aufgesetzten Sparplan ja, sobald die nötige Menge für eine Stückelung erreicht ist. Der Anspruch sollte im Vertrag stehen, ebenso die Kosten dafür. Fehlt beides, ist Vorsicht angebracht.

Ist ein Sparplan besser als ein einmaliger Kauf?

Nicht besser, sondern anders. Der Sparplan verteilt den Einstieg und nimmt das Timing aus der Entscheidung, kostet je Gramm aber mehr. Der Einmalkauf ist günstiger, hängt dafür stärker vom Zeitpunkt ab. Viele kombinieren beides.

Beraten Sie unabhängig zu Edelmetallen?

Ja. Wir vergleichen Anbieter, rechnen die Gesamtkosten durch und sagen offen, wenn eine Position in Ihrer Situation nicht sinnvoll ist. Wie wir vergütet werden, erklären wir vorher, nachzulesen auf den Seiten Unabhängiger Makler und Preise.

Hotz Consulting

Was Hotz Consulting besonders macht

Hotz Consulting ist Ihr Partner auf Augenhöhe. Wir begleiten Sie nicht nur bei Entscheidungen, sondern denken weiter, in Ihre Zukunft hinein. Was das bei uns rechtlich bedeutet, steht auf der Seite Unabhängiger Makler in Heidelberg.

Neutral und ungebunden

Keine festen Produktgeber, sondern über 100 Partner für maximale Auswahl.

Transparente Beratung

Klare Empfehlungen statt Verkaufsgespräch, inklusive vollständiger Kostenrechnung.

Maßgeschneiderte Konzepte

Ihre Situation entscheidet, nicht unser Vergütungsmodell.

Langfristige Betreuung

Wir bleiben an Ihrer Seite, wenn sich Ihr Leben ändert.

So sieht unsere Beratung aus

Fünf Schritte, kein Verkaufsdruck. Wenn eine Edelmetallposition in Ihrer Situation nicht sinnvoll ist, sagen wir das auch.

Schritt 1Kostenfreies Erstgespräch

In Heidelberg oder digital. Wir hören zu, Sie erzählen.

Schritt 2Einordnung

Erst klären wir, ob Reserve, Absicherung und Vorsorge stehen. Danach reden wir über Metall.

Schritt 3Unabhängiger Marktvergleich

Wir vergleichen Anbieter und rechnen die Gesamtkosten über Ihren Zeitraum durch.

Schritt 4Ihre Entscheidung

Sie entscheiden in Ihrem Tempo, mit allen Informationen, ohne Fristen oder Verpflichtungen.

Schritt 5Langfristige Begleitung

Wir sind da, wenn sich etwas ändert. Versprochen.

Ihr nächster Schritt

Erst rechnen, dann kaufen

Im kostenfreien Erstgespräch ordnen wir Edelmetalle in Ihr Gesamtvermögen ein, vergleichen Anbieter und rechnen die Gesamtkosten über Ihren Zeitraum durch. Danach entscheiden Sie in Ruhe, ob und in welcher Höhe es sinnvoll ist.