Gold, Silber, Edelmetalle: Sparplan für echte Sachwerte
Ein Gold Silber Edelmetalle Sparplan lässt Sie Monat für Monat physisches Metall aufbauen, statt auf den richtigen Einstiegszeitpunkt zu warten. Diese Seite erklärt, was dafür spricht, was dagegen, was er tatsächlich kostet und wie Gold und Silber steuerlich behandelt werden.
Beimischung, nicht Grundlage
Edelmetalle haben einen festen Platz in vielen Vermögen, aber selten den ersten. Sie zahlen weder Zinsen noch Dividenden, sie erwirtschaften nichts. Ihr Wert liegt darin, dass sie unabhängig von Zahlungsversprechen Dritter existieren. Wer das versteht, dosiert richtig.
Drei bis sechs Nettogehälter als Reserve auf dem Tagesgeld, die Absicherung der Arbeitskraft und ein laufender Vorsorgeplan. Erst danach ist eine Edelmetallposition sinnvoll. Wer die Reihenfolge umdreht, muss im Ernstfall verkaufen, und zwar ausgerechnet dann, wenn der Kurs gerade schlecht steht.
In der Praxis werden 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens als Beimischung genannt. Das ist keine Regel, sondern eine Orientierung. Entscheidend ist, dass ein Kursrückgang von 30 Prozent Ihre Pläne nicht umwirft.
Physisches Metall im eigenen Besitz oder in zugeordneter Lagerung ist etwas anderes als ein Fonds oder Zertifikat auf den Goldpreis. Steuerlich, rechtlich und im Krisenfall. Diese Seite behandelt den physischen Weg.
Was für Gold und Silber spricht
Diese sechs Punkte sind der Kern des Arguments für Edelmetalle. Sie gelten für physisches Metall im eigenen Besitz oder in zugeordneter Lagerung, nicht automatisch für jedes Produkt, auf dem Gold steht.
Eine Anleihe ist das Versprechen eines Schuldners, ein Bankguthaben eine Forderung gegen die Bank. Ein Barren ist ein Ding. Sein Wert hängt nicht davon ab, ob jemand zahlungsfähig bleibt.
Solange das Metall Ihnen gehört und zugeordnet gelagert ist, fällt es nicht in die Insolvenzmasse eines Anbieters. Genau deshalb ist die Frage der Lagerform so wichtig.
Gold wird an jedem Handelsplatz der Welt angenommen und ist in Minuten in Bargeld zu tauschen. Eine Unze ist in Zürich dasselbe wie in Singapur.
Die jährliche Fördermenge wächst nur langsam und lässt sich nicht per Beschluss erhöhen. Das unterscheidet Edelmetalle strukturell von Geldmengen.
Über sehr lange Zeiträume hat Gold seine Kaufkraft im Durchschnitt gehalten. Kurz- und mittelfristig gilt das nicht verlässlich, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Physisches Metall liegt nicht auf einem Konto. Es unterliegt keiner Einlagensicherung, braucht sie aber auch nicht, weil es keine Forderung ist.
Was gegen Edelmetalle spricht, ehrlich benannt
Wer nur die Vorteile hört, wird nicht beraten, sondern verkauft. Diese sechs Punkte gehören in jede Entscheidung, bevor der erste Euro fließt.
- ×Keine laufenden ErträgeGold zahlt keine Zinsen und keine Dividenden. Der gesamte Ertrag muss aus dem Preis kommen. Eine Aktie kann auch bei stagnierendem Kurs auschütten, ein Barren nicht.
- ×Deutliche KursschwankungenDer Goldpreis schwankt erheblich, Silber noch stärker. Zweistellige Verluste innerhalb eines Jahres sind historisch mehrfach vorgekommen. Wer kurzfristig Geld braucht, ist hier falsch.
- ×Lange SeitwärtsphasenNach dem Hoch von 1980 dauerte es rund 28 Jahre, bis der Goldpreis nominal wieder dort ankam. Inflationsbereinigt sogar länger. Ein Werterhalt ist also keine Garantie für jeden Zeitraum.
- ×Inflationsschutz wirkt nicht auf KnopfdruckÜber Jahrzehnte hat Gold seine Kaufkraft im Mittel gehalten. In einzelnen Inflationsjahren ist der Preis aber auch gefallen. Als kurzfristiger Schutz taugt es nur bedingt.
- ×Kosten fressen kleine SparratenAufgeld beim Kauf, Spanne zwischen An- und Verkauf, Lagerung und Versicherung. Bei kleinen Raten fällt das prozentual am stärksten ins Gewicht. Details im Kapitel Kosten.
- ×Silber kostet UmsatzsteuerAnlagegold ist von der Umsatzsteuer befreit, Silberbarren nicht. Das ist ein Kostenunterschied von bis zu 19 Prozent, den viele Werbeaussagen unterschlagen.
Wie viel gehört hinein?
In der Praxis werden 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens als Beimischung genannt. Wer deutlich mehr hält, setzt auf eine einzige Preisentwicklung, ohne dass dafür etwas erwirtschaftet wird. Wer seriös beraten wird, hört diese Zahl vor dem Produktvorschlag, nicht danach.
Was vorher stehen sollte
Notgroschen, Absicherung der Arbeitskraft und ein laufender Vorsorgeplan. Wie das zusammenhängt, steht in unseren Beiträgen Welche Versicherungen gibt es und Altersvorsorge einfach erklärt. Edelmetalle sind der Baustein danach, nicht davor.
Edelmetalle neben Aktien und Tagesgeld
Statt zu fragen, was besser ist, lohnt sich die Frage, welche Aufgabe jede Anlageklasse übernimmt. Diese acht Kriterien zeigen, wo die Unterschiede liegen.
| Kriterium | Gold und Silber (physisch) | Aktien und ETFs | Tagesgeld und Festgeld |
|---|---|---|---|
| Laufender Ertrag | Keiner. Der gesamte Ertrag muss aus dem Preis kommen. | Dividenden und Kursgewinne, abhängig vom Unternehmenserfolg. | Zinsen, abhängig vom Zinsniveau. |
| Wertschwankung | Hoch. Silber schwankt deutlich stärker als Gold. | Hoch, breit gestreut aber langfristig ausgleichend. | Nominal keine; real sinkt der Wert bei Inflation. |
| Langfristiger Kaufkraftbezug | Historisch im Mittel gehalten, mit langen Seitwärtsphasen. | Über lange Zeiträume die höchsten realen Zuwächse. | Bei Inflation über dem Zins real negativ. |
| Verfügbarkeit | Verkauf jederzeit möglich; physische Auslieferung braucht Tage. | Handelbar zu Börsenzeiten, Gutschrift binnen weniger Tage. | Tagesgeld täglich, Festgeld erst zum Laufzeitende. |
| Gegenparteirisiko | Keines bei zugeordnetem Eigenbesitz; beim Anbieter abhängig von der Lagerform. | Fonds sind Sondervermögen und insolvenzgeschützt; das Unternehmensrisiko bleibt. | Forderung gegen die Bank, gesetzlich gesichert bis 100.000 Euro je Kunde und Institut. |
| Laufende Kosten | Aufgeld beim Kauf, Spanne zwischen An- und Verkauf, Lagerung und Versicherung. | Depotkosten und Fondskosten, bei breiten ETFs sehr niedrig. | In der Regel keine. |
| Steuern | Gewinn nach zwölf Monaten Haltedauer steuerfrei (§ 23 EStG); Silber unterliegt beim Kauf der Umsatzsteuer. | Abgeltungsteuer auf Gewinne und Ausschüttungen, bei Aktienfonds mit Teilfreistellung. | Abgeltungsteuer auf Zinsen über dem Sparerpauschbetrag. |
| Rolle im Vermögen | Beimischung, üblicherweise 5 bis 10 Prozent. | Kern des langfristigen Vermögensaufbaus. | Reserve für kurzfristige Ausgaben. |
Die Tabelle beschreibt Eigenschaften der Anlageklassen, keine Prognose. Keine der drei Spalten ist für sich genommen besser; sie erfüllen verschiedene Aufgaben. In den meisten Vermögen kommen alle drei vor, nur in unterschiedlicher Gewichtung. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse.
Sparplan oder Einmalkauf: was wann passt
Ein Sparplan nimmt die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt aus der Entscheidung. Ein Einmalkauf ist günstiger je Gramm. Beides hat seinen Platz.
Regelmäßig kaufen
Ein fester Betrag fließt monatlich in Gold oder Silber. Sie kaufen automatisch mehr Gramm, wenn der Preis niedrig ist, und weniger, wenn er hoch ist.
- Start ab etwa 25 Euro im Monat, jederzeit anpassbar oder aussetzbar
- Kein Timing nötig, der Einstieg verteilt sich über Jahre
- Glättet Schwankungen, der Durchschnittspreis liegt zwischen Hoch und Tief
- Auslieferung als Barren oder Münzen, sobald die nötige Menge erreicht ist
Auf einmal kaufen
Ein größerer Betrag wird zu einem Zeitpunkt investiert. Passend, wenn das Geld ohnehin vorhanden ist und langfristig liegen bleiben soll.
- Geringere Kosten je Gramm, weil größere Stückelungen günstiger sind
- Die Zwölf-Monats-Frist läuft für den gesamten Betrag ab einem Datum
- Dafür hängt das Ergebnis stärker vom Kaufzeitpunkt ab
- Sinnvoll ab Beträgen, bei denen das Aufgeld spürbar sinkt
Preis je Unze. Für 100 Euro erhalten Sie 0,050 Unzen.
Der Preis fällt. Für dieselben 100 Euro erhalten Sie 0,0625 Unzen.
Der Preis steigt. Für 100 Euro erhalten Sie nur noch 0,0417 Unzen.
Nach drei Monaten haben Sie 300 Euro eingezahlt und rund 0,154 Unzen erworben. Ihr Durchschnittspreis liegt bei rund 1.946 Euro je Unze und damit unter dem rechnerischen Mittel der drei Kurse von 2.000 Euro. Genau das ist der Cost-Average-Effekt. Er senkt allerdings nicht das Risiko fallender Preise, er verteilt nur den Einstieg.
Beide Wege lassen sich kombinieren: eine Grundposition als Einmalkauf, dazu ein kleiner Sparplan. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom vorhandenen Vermögen, vom Anlagehorizont und davon ab, wie viel Schwankung Sie aushalten wollen.
Gold, Silber, Platin: die Unterschiede
Gold, Silber, Platin und Palladium werden oft in einem Atemzug genannt. Steuerlich und in der Schwankung unterscheiden sie sich deutlich. Diese Übersicht zeigt, worauf es je Metall ankommt.
Gold
BasisDas klassische Anlagemetall. Geringere Schwankung als Silber, höhere Liquidität und steuerlich der klarste Fall.
- Umsatzsteuer
- Anlagegold ist nach § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit, wenn die gesetzlichen Merkmale erfüllt sind
- Schwankung
- Deutlich, aber geringer als bei Silber
- Aufgeld
- Sinkt mit der Stückelung: bei einer Unze deutlich niedriger als bei einem Gramm
- Typische Formen
- Barren von 1 g bis 1 kg, Münzen wie Krugerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker
Anlagegold meint Barren und Plättchen ab einem bestimmten Feingehalt sowie bestimmte Münzen. Schmuck fällt nicht darunter und ist umsatzsteuerpflichtig.
Silber
SchwankendIndustrie- und Anlagemetall zugleich. Das macht es interessanter im Aufschwung und anfälliger im Abschwung.
- Umsatzsteuer
- Silberbarren unterliegen dem vollen Satz von 19 Prozent; bei bestimmten Münzen kann die Differenzbesteuerung greifen
- Schwankung
- Deutlich stärker als Gold, in beide Richtungen
- Nachfrage
- Etwa die Hälfte fließt in die Industrie, unter anderem in Elektronik und Photovoltaik
- Lagerung
- Braucht bei gleichem Wert ein Vielfaches an Platz und Versicherungssumme
Die Umsatzsteuer ist der entscheidende Punkt: Sie muss beim Verkauf erst wieder verdient werden. Eine Lagerung im Zollfreilager schiebt sie auf, bis das Metall nach Deutschland geliefert wird.
Platin und Palladium
SpeziellBeides sind vor allem Industriemetalle. Der Preis hängt stärker an einzelnen Branchen als an der Anlagenachfrage.
- Umsatzsteuer
- 19 Prozent, wie bei Silber
- Schwankung
- Sehr hoch, teils stärker als bei Silber
- Nachfrage
- Stark von der Automobilindustrie abhängig, dadurch anfällig für Technologiewechsel
- Markt
- Kleiner und weniger liquide als Gold, größere Spannen beim Handel
Für eine breite Beimischung selten nötig. Wer sie beimischt, sollte wissen, dass hier eine Branchenwette mitläuft.
Was kein physisches Edelmetall ist
AbgrenzungAuf den Goldpreis gibt es viele Produkte. Sie verhalten sich rechtlich und steuerlich anders als ein Barren im Tresor.
- ETCs und Zertifikate
- Rechtlich Schuldverschreibungen; es besteht ein Emittentenrisiko, auch wenn sie mit Gold hinterlegt sind
- Goldfonds
- Investieren häufig in Minenaktien, nicht in Metall; sie folgen dem Goldpreis nur teilweise
- Steuer
- Hier greift in der Regel die Abgeltungsteuer, nicht die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten
- Sonderfall
- Bei einzelnen physisch hinterlegten Produkten mit Lieferanspruch gelten abweichende Regeln; das ist im Einzelfall zu prüfen
Wenn Ihnen jemand Gold anbietet, lautet die erste Frage: Wem gehört das Metall, und kann ich es mir ausliefern lassen?
Steuern bei Gold und Silber, korrekt sortiert
Der bekannte Satz lautet: Nach einem Jahr steuerfrei. Das stimmt für den Verkauf. Beim Kauf gibt es aber einen zweiten Punkt, der bei Silber deutlich ins Gewicht fällt.
Die Zwölf-Monats-Frist
Physische Edelmetalle sind steuerlich private Wirtschaftsgüter. Ein Verkauf ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG.
- Nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei
- Innerhalb der Frist ist der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern
- Dafür gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte
- Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber
Umsatzsteuer: der große Unterschied
Hier trennen sich Gold und die anderen Metalle. Das wirkt sich direkt auf den Einstandspreis aus.
- Anlagegold ist nach § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit
- Silber, Platin und Palladium unterliegen dem Satz von 19 Prozent
- Bei bestimmten Silbermünzen kann die Differenzbesteuerung nach § 25a UStG die Belastung senken
- Lagerung im Zollfreilager schiebt die Einfuhrumsatzsteuer auf, bis geliefert wird
Was das für Raten bedeutet
Bei einem Sparplan entsteht kein einziger Kaufzeitpunkt, sondern viele. Das ist steuerlich wichtig.
- Jede Rate hat ihre eigene Zwölf-Monats-Frist
- Beim Verkauf gilt in der Regel die Reihenfolge, in der gekauft wurde
- Bewahren Sie alle Abrechnungen auf, sie sind der Nachweis gegenüber dem Finanzamt
- Wer einen Teil verkauft, sollte vorher prüfen, welche Raten die Frist bereits erfüllen
Papiergold wird anders besteuert
Nicht alles, was den Goldpreis abbildet, wird wie Gold besteuert.
- Bei Fonds und den meisten Zertifikaten greift die Abgeltungsteuer
- Die Steuerfreiheit nach zwölf Monaten gilt für sie grundsätzlich nicht
- Bei einzelnen physisch hinterlegten Produkten mit Lieferanspruch gelten Ausnahmen
- Im Zweifel ist die steuerliche Einordnung vorab zu prüfen
Wer Silberbarren für 1.000 Euro kauft, zahlt darin rund 160 Euro Umsatzsteuer. Beim Verkauf bekommt er nur den reinen Metallwert. Der Silberpreis muss also erst deutlich steigen, bevor überhaupt ein Gewinn entsteht. Bei Anlagegold entfällt dieser Effekt vollständig.
Das ist kein Argument gegen Silber, sondern eines für einen längeren Anlagehorizont und gegen häufiges Hin und Her.
Diese Darstellung gibt den allgemeinen Rechtsstand zum September 2026 wieder und ersetzt keine steuerliche Beratung. Steuersätze, Freigrenzen und Voraussetzungen ändern sich; maßgeblich ist die im Einzelfall geltende Rechtslage. Eine steuerliche Beratung im Einzelfall ist Steuerberaterinnen und Steuerberatern sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten vorbehalten.
Was ein Edelmetallsparplan wirklich kostet
Der Preis je Unze ist nur ein Teil der Rechnung. Diese sechs Posten entscheiden darüber, ab wann sich eine Position tatsächlich lohnt. Wer sie kennt, vergleicht Angebote richtig.
Der Aufschlag auf den reinen Metallwert deckt Prägung, Handel und Marge. Er fällt bei kleinen Stückelungen prozentual deutlich höher aus als bei einer ganzen Unze.
Zwischen dem Preis, zu dem Sie kaufen, und dem, zu dem der Händler zurücknimmt, liegt eine Differenz. Sie ist der Betrag, den der Preis erst wieder aufholen muss.
Ein Hochsicherheitslager kostet einen jährlichen Prozentsatz des Werts. Bei Silber ist es wegen des Volumens im Verhältnis teurer als bei Gold.
Oft in der Lagergebühr enthalten, manchmal separat. Lassen Sie sich zeigen, bis zu welcher Summe und gegen welche Risiken versichert ist.
Der Transport zu Ihnen kostet Gebühren und sollte versichert sein. Bei Teilauslösungen kann eine Stückelungsgebühr dazukommen.
Kein Entgelt an den Anbieter, aber ein realer Kostenblock von 19 Prozent, der den Einstandspreis erhöht. Bei Gold entfällt er.
- Größere Stückelungen wählen: Eine Unze kostet je Gramm deutlich weniger Aufgeld als zehn Ein-Gramm-Barren.
- Beim Sparplan in größeren Einheiten sammeln lassen, statt jede Rate einzeln ausliefern zu lassen.
- Langen Anlagehorizont einplanen: Einmalige Kosten wiegen bei zehn Jahren weniger als bei zwei.
- Vor Abschluss die Gesamtkosten über fünf oder zehn Jahre durchrechnen lassen, nicht nur die Monatsrate.
- An- und Verkaufspreis desselben Anbieters am selben Tag vergleichen. Die Differenz ist die ehrlichste Kennzahl.
Worauf Sie beim Anbieter achten sollten
Beim Edelmetall selbst gibt es keine Qualitätsunterschiede, eine Unze ist eine Unze. Die Unterschiede liegen vollständig beim Anbieter: bei Kosten, Eigentum und Lagerung.
- ✓Zugeordnetes EigentumDas Metall sollte Ihnen gehören und einzeln zugeordnet sein, nicht als Anteil an einem Sammelbestand. Nur dann fällt es im Insolvenzfall des Anbieters nicht in die Masse.
- ✓Vertraglicher AuslieferungsanspruchSie sollten jederzeit verlangen können, dass Ihnen das Metall ausgeliefert wird. Steht das nicht im Vertrag, halten Sie ein Versprechen, kein Metall.
- ✓Vollständige KostenübersichtAufgeld, Spanne, Lager, Versicherung, Auslieferung, alles schriftlich und in Prozent. Wer nur die Monatsrate nennt, hat die Frage nicht beantwortet.
- ✓Versicherter Bestand und VersandLassen Sie sich Deckungssumme und Versicherer nennen. Eine Formulierung wie versichert gelagert allein reicht nicht.
- ✓Regelmäßige BeständeprüfungSeriöse Lager lassen ihre Bestände extern prüfen. Fragen Sie nach dem Prüfer und danach, wie oft geprüft wird.
- ✓Lagerort und SteuerfolgenZollfreilager, verzolltes Lager oder Lieferung nach Hause haben unterschiedliche steuerliche Folgen, vor allem bei Silber. Das gehört vorher geklärt.
- ✓Keine Kopplung an Schulungen oder StrukturenWenn der Vertrieb an Anwerbung oder Karrierestufen hängt, geht ein Teil Ihres Geldes in das System, nicht in Metall.
- ✓Kein ZeitdruckAngebote, die nur heute gelten, Warnungen vor dem baldigen Zusammenbruch des Geldsystems oder Preisgarantien sind Warnsignale, keine Beratung.
- Gehört mir das Metall einzeln zugeordnet, oder halte ich einen Anteil an einem Sammelbestand?
- Wie hoch sind Aufgeld und An-/Verkaufsspanne heute, in Prozent?
- Was kostet Lagerung und Versicherung im Jahr, und ist das im Vertrag festgeschrieben?
- Was passiert mit meinem Bestand, wenn der Anbieter insolvent wird?
- Was kostet es, wenn ich mir alles ausliefern lasse oder verkaufe?
Kurz beantwortet
Neun Fragen, die uns zum Thema Edelmetalle am häufigsten gestellt werden.
Ab welchem Betrag lohnt sich ein Gold Silber Edelmetalle Sparplan?
Technisch starten viele Sparpläne ab etwa 25 Euro im Monat. Wirtschaftlich sinnvoll wird es, wenn die Rate groß genug ist, dass das Aufgeld nicht den Großteil frisst, und wenn Sie mindestens fünf bis zehn Jahre Zeit mitbringen. Vorher sollten Notgroschen und Absicherung stehen.
Ist Gold wirklich ein Inflationsschutz?
Über sehr lange Zeiträume hat Gold seine Kaufkraft im Mittel gehalten. In einzelnen Jahren mit hoher Inflation ist der Preis aber auch gefallen. Als langfristiger Kaufkraftbezug taugt Gold, als verlässlicher Schutz für die nächsten zwei Jahre nicht.
Warum ist Silber teurer als gedacht?
Weil auf Silberbarren 19 Prozent Umsatzsteuer anfallen, auf Anlagegold dagegen keine. Diese Steuer bekommen Sie beim Verkauf nicht zurück, der Preis muss sie also erst wieder einholen. Bei bestimmten Münzen kann die Differenzbesteuerung die Belastung senken.
Wann ist der Gewinn steuerfrei?
Bei physischen Edelmetallen nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer, als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG. Innerhalb der Frist gilt der persönliche Steuersatz, mit einer Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte. Für Fonds und die meisten Zertifikate gilt das nicht.
Zu Hause lagern oder im Sicherheitslager?
Zu Hause ist es kostenlos, aber begrenzt: Hausratversicherungen decken Bargeld und Wertsachen nur bis zu festen Höchstgrenzen, ein Tresor ist Voraussetzung für höhere Summen. Ein Hochsicherheitslager kostet eine jährliche Gebühr, ist dafür versichert und geprüft. Ab welchem Wert sich das lohnt, rechnen wir mit Ihnen durch.
Was passiert, wenn der Anbieter insolvent wird?
Das hängt vollständig an der Lagerform. Ist das Metall Ihnen einzeln zugeordnet und als Ihr Eigentum dokumentiert, fällt es nicht in die Insolvenzmasse. Bei Sammelverwahrung oder bloßen Lieferansprüchen kann das anders aussehen. Deshalb ist diese Frage die wichtigste vor der Unterschrift.
Kann ich mir mein Gold jederzeit ausliefern lassen?
Bei einem seriös aufgesetzten Sparplan ja, sobald die nötige Menge für eine Stückelung erreicht ist. Der Anspruch sollte im Vertrag stehen, ebenso die Kosten dafür. Fehlt beides, ist Vorsicht angebracht.
Ist ein Sparplan besser als ein einmaliger Kauf?
Nicht besser, sondern anders. Der Sparplan verteilt den Einstieg und nimmt das Timing aus der Entscheidung, kostet je Gramm aber mehr. Der Einmalkauf ist günstiger, hängt dafür stärker vom Zeitpunkt ab. Viele kombinieren beides.
Beraten Sie unabhängig zu Edelmetallen?
Ja. Wir vergleichen Anbieter, rechnen die Gesamtkosten durch und sagen offen, wenn eine Position in Ihrer Situation nicht sinnvoll ist. Wie wir vergütet werden, erklären wir vorher, nachzulesen auf den Seiten Unabhängiger Makler und Preise.
Was Hotz Consulting besonders macht
Hotz Consulting ist Ihr Partner auf Augenhöhe. Wir begleiten Sie nicht nur bei Entscheidungen, sondern denken weiter, in Ihre Zukunft hinein. Was das bei uns rechtlich bedeutet, steht auf der Seite Unabhängiger Makler in Heidelberg.
Keine festen Produktgeber, sondern über 100 Partner für maximale Auswahl.
Klare Empfehlungen statt Verkaufsgespräch, inklusive vollständiger Kostenrechnung.
Ihre Situation entscheidet, nicht unser Vergütungsmodell.
Wir bleiben an Ihrer Seite, wenn sich Ihr Leben ändert.
So sieht unsere Beratung aus
Fünf Schritte, kein Verkaufsdruck. Wenn eine Edelmetallposition in Ihrer Situation nicht sinnvoll ist, sagen wir das auch.
In Heidelberg oder digital. Wir hören zu, Sie erzählen.
Erst klären wir, ob Reserve, Absicherung und Vorsorge stehen. Danach reden wir über Metall.
Wir vergleichen Anbieter und rechnen die Gesamtkosten über Ihren Zeitraum durch.
Sie entscheiden in Ihrem Tempo, mit allen Informationen, ohne Fristen oder Verpflichtungen.
Wir sind da, wenn sich etwas ändert. Versprochen.
Erst rechnen, dann kaufen
Im kostenfreien Erstgespräch ordnen wir Edelmetalle in Ihr Gesamtvermögen ein, vergleichen Anbieter und rechnen die Gesamtkosten über Ihren Zeitraum durch. Danach entscheiden Sie in Ruhe, ob und in welcher Höhe es sinnvoll ist.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Anlageempfehlung oder Kaufaufforderung dar. Edelmetalle unterliegen Preisschwankungen; Verluste bis hin zum teilweisen Kapitalverlust sind möglich. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse. Steuerliche Angaben geben den allgemeinen Rechtsstand zum September 2026 wieder; eine steuerliche Beratung im Einzelfall ist Steuerberaterinnen und Steuerberatern vorbehalten. Hotz Consulting ist unabhängiger Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO, registriert bei der IHK Rhein-Neckar. Stand: September 2026.