Startseite / Wissen / Berufsunfähigkeits­versicherung
Wissen · Arbeitskraft

Berufsunfähigkeits­versicherung: der wichtigste Vertrag im Berufsleben

Die Berufsunfähigkeits­versicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Diese Seite erklärt, wann sie leistet, worauf es in den Bedingungen ankommt, was sie kostet und was Sie tun können, wenn Vorerkrankungen im Weg stehen.

Lesezeit ca. 14 MinutenVon Adrian Hotz, VersicherungsmaklerStand: September 2026
50 ProzentAb diesem Grad der Berufsunfähigkeit leistet eine BU, bezogen auf Ihren zuletzt ausgeübten Beruf
rund ein Drittelder Leistungsfälle geht auf psychische Erkrankungen zurück, nicht auf Unfälle
0 €kostet das Erstgespräch, in Heidelberg oder per Video
Auf einen Blick

Der Vertrag, der das Einkommen versichert

Eine Berufsunfähigkeits­versicherung ersetzt kein Vermögen, sondern Ihr Einkommen. Sie greift, wenn Gesundheit und Beruf nicht mehr zusammenpassen, und zahlt dann Monat für Monat weiter. Drei Punkte entscheiden darüber, ob sie im Ernstfall trägt.

WarumDas Einkommen ist das Vermögen

Wer mit 30 bis zur Rente noch rund 2 Millionen Euro verdienen wird, versichert mit einer BU genau diesen Betrag. Kein anderer Vertrag schützt eine so große Summe. Deshalb steht die Arbeitskraft in der Rangfolge vor Altersvorsorge und Vermögensaufbau.

WannJe früher, desto einfacher

Der Beitrag hängt am Eintrittsalter, der Zugang am Gesundheits­zustand. Beides spricht dafür, nicht zu warten. Wer erst mit 40 und mit den ersten Diagnosen anfragt, bekommt weniger Auswahl und zahlt mehr.

WoraufBedingungen vor Beitrag

Zwei Tarife mit ähnlichem Preis können sich im Leistungsfall völlig unterschiedlich verhalten. Verzicht auf abstrakte Verweisung, Prognosezeitraum, Nachversicherungs­garantie: Diese Details entscheiden, nicht die Marke.

Ausgangslage

Was der Staat zahlt, und was nicht

Viele gehen davon aus, der Staat springe ein, wenn sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente prüft aber etwas ganz anderes: ob Sie überhaupt noch arbeiten können, in irgendeinem Beruf.

Volle Erwerbsminderungunter 3 Stunden

So lange Sie täglich noch irgendeiner Arbeit nachgehen können, gilt das nicht. Geprüft wird der allgemeine Arbeitsmarkt, nicht Ihr Beruf.

Teilweise Erwerbsminderung3 bis unter 6 Stunden

Es gibt dann nur die halbe Rente. Wer seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann, aber noch sechs Stunden etwas anderes schafft, bekommt gar nichts.

Voraussetzungen5 Jahre Wartezeit

Neben der Wartezeit sind in der Regel drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren nötig. Wer länger nicht eingezahlt hat, kann leer ausgehen.

Nettoeinkommen heute
2.400 €
Bedarf bei Krankheit
rund 2.200 €, weil einige Kosten sogar steigen
Volle Erwerbsminderungs­rente
im Schnitt gut 1.000 € brutto, vor Kranken- und Pflegebeiträgen

Dazwischen liegt die Lücke, die eine private Berufsunfähigkeits­versicherung schließt. Dazu kommt: Wer die Rente vorzeitig bezieht, muss mit Abschlägen von bis zu 10,8 Prozent rechnen. Eine eigenständige gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gibt es nur noch für vor dem 2. Januar 1961 Geborene. Für alle danach ist die private Absicherung der einzige Weg, den erlernten Beruf abzusichern.

Funktionsweise

Wann eine Berufsunfähigkeits­versicherung leistet

Der Vertrag steht und fällt mit vier Begriffen: Definition, Leistung, Prognosezeitraum und Nachprüfung. Wer sie kennt, kann Angebote lesen, statt nur Beiträge zu vergleichen.

Die Definition

Kern

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können.

  • Maßstab ist der Beruf, wie Sie ihn zuletzt konkret ausgeübt haben, mit Ihren Aufgaben und Ihrem Pensum
  • Die 50 Prozent beziehen sich auf die Tätigkeit, nicht auf das Einkommen
  • Ob der Verlust durch Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall entsteht, spielt keine Rolle
  • Ein ärztlicher Nachweis und die Beschreibung Ihres Arbeitsalltags sind die Grundlage der Prüfung

Genau diese Kopplung an Ihren Beruf ist der Unterschied zur gesetzlichen Rente und der eigentliche Wert des Vertrags.

Die Leistung

Rente

Gezahlt wird eine monatliche Rente, steuerlich als abgekürzte Leibrente behandelt. Sie können frei über das Geld verfügen.

  • Zahlung bis zum Ende der vereinbarten Leistungsdauer, in der Regel bis 65 oder 67
  • Zusätzlich entfällt während der Leistung Ihr eigener Beitrag (Beitragsbefreiung)
  • Auf Antrag oft auch rückwirkend ab dem Eintritt der Berufsunfähigkeit
  • Versteuert wird nur der Ertragsanteil, der mit der Restlaufzeit sinkt

Weil nur der Ertragsanteil besteuert wird, bleibt von einer BU-Rente meist deutlich mehr übrig als von einer gleich hohen Erwerbsminderungs­rente.

Der Prognosezeitraum

Frist

Die sechs Monate sind eine Prognose, keine Wartezeit. Der Arzt muss also nicht abwarten, sondern absehen können, dass der Zustand anhält.

  • Gute Tarife leisten bereits, wenn die Berufsunfähigkeit voraussichtlich sechs Monate andauert
  • Schwächere Formulierungen verlangen eine Prognose über drei Jahre oder länger
  • Manche Tarife enthalten zusätzlich eine Rückwirkungsklausel für bereits verstrichene Monate
  • Eine Arbeits­unfähigkeitsklausel überbrückt die Zeit bis zur Anerkennung

Der Prognosezeitraum ist einer der Punkte, an denen sich Tarife am stärksten unterscheiden, obwohl der Beitrag ähnlich aussieht.

Die Nachprüfung

Danach

Der Versicherer darf regelmäßig prüfen, ob die Berufsunfähigkeit weiter besteht. Das ist normal und gesetzlich vorgesehen.

  • Geprüft wird der Gesundheits­zustand und ob Sie wieder arbeiten können
  • Eine Einstellung der Zahlung muss begründet und angekündigt werden
  • Gute Tarife verzichten auf die abstrakte Verweisung auch in der Nachprüfung
  • Wiederaufnahme einer anderen Tätigkeit kann die Leistung beenden, wenn sie vergleichbar ist

Wer wieder arbeitet, sollte das vorher mit dem Versicherer klären. Eine Wieder­eingliederungshilfe ist in vielen Tarifen enthalten.

Bedingungen

Die Klauseln, auf die es wirklich ankommt

Der Beitrag steht auf der ersten Seite, die Leistung in den Bedingungen. Diese sechs Punkte entscheiden darüber, ob ein Vertrag im Ernstfall zahlt. Wir prüfen sie bei jedem Angebot, das wir Ihnen vorlegen.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Pflicht

Ohne diesen Verzicht darf der Versicherer Sie auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten, auch wenn Sie ihn gar nicht haben.

Warum wichtig
Ohne Verzicht kann die Leistung abgelehnt werden, obwohl Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können
Marktstandard
In guten Tarifen enthält der Vertrag den vollständigen Verzicht, auch für die Nachprüfung
Was bleibt
Die konkrete Verweisung: Üben Sie tatsächlich einen vergleichbaren Beruf aus, kann die Leistung entfallen
Worauf achten
Der Verzicht sollte ohne Einschränkungen und ohne Zusatzbedingungen formuliert sein

Dieser Punkt ist nicht verhandelbar. Ein Tarif ohne vollständigen Verzicht auf die abstrakte Verweisung gehört nicht in die engere Auswahl.

Nachversicherungs­garantie

Wichtig

Erlaubt es, die Rente später ohne erneute Gesundheits­prüfung zu erhöhen. Genau dann, wenn sich Ihr Leben ändert.

Typische Anlässe
Gehaltssprung, Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienfinanzierung, Berufsstart nach dem Studium
Ereignisunabhängig
Manche Tarife erlauben eine Erhöhung in den ersten Jahren auch ohne besonderen Anlass
Grenzen
Es gelten Höchstbeträge und Fristen, meist einige Monate nach dem Ereignis
Warum wichtig
Wer jung mit kleiner Rente startet, kann später aufstocken, auch wenn dann Diagnosen vorliegen

Der wichtigste Baustein für alle, die früh und mit kleinem Budget starten. Ohne ihn ist die Einstiegsentscheidung endgültig.

Leistungs­dynamik und Beitrags­dynamik

Inflation

Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Beide sichern gegen Kaufkraftverlust, an unterschiedlicher Stelle.

Beitrags­dynamik
Rente und Beitrag steigen jährlich während der Ansparzeit, ohne neue Gesundheits­prüfung
Leistungs­dynamik
Die laufende Rente steigt während des Leistungsbezugs, meist um 1 bis 3 Prozent im Jahr
Warum nötig
Eine Rente von 1.500 Euro hat nach 25 Jahren bei 2 Prozent Inflation die Kaufkraft von rund 915 Euro
Flexibel
Eine Dynamik lässt sich in der Regel mehrfach aussetzen, ohne dass das Recht erlischt

Vor allem die Leistungs­dynamik wird beim Vergleich oft weggelassen, weil sie den Beitrag erhöht. Bei langer Leistungsdauer ist sie entscheidend.

Arbeits­unfähigkeitsklausel

Brücke

Zahlt bereits, wenn Sie längere Zeit krankgeschrieben sind, bevor die Berufsunfähigkeit anerkannt ist.

Auslöser
Meist sechs Monate ununterbrochene Arbeits­unfähigkeit, ärztlich bescheinigt
Leistung
Die vereinbarte BU-Rente, befristet auf einen festgelegten Zeitraum
Warum wichtig
Überbrückt die Monate zwischen Ende des Krankengeldes und Anerkennung des Leistungsfalls
Unterschiede
Dauer und Voraussetzungen unterscheiden sich je Tarif erheblich

Besonders wertvoll für Selbstständige, die kein Krankengeld aus der gesetzlichen Kasse erhalten.

Umorganisations­klausel

Selbständige

Für Inhaber gilt: Der Versicherer darf prüfen, ob sich der Betrieb so umbauen lässt, dass Sie weiterarbeiten können.

Wen es betrifft
Selbständige und mitarbeitende Gesellschafter mit Weisungsbefugnis
Zumutbar
Die Umorganisation muss wirtschaftlich sinnvoll und ohne erheblichen Einkommensverlust möglich sein
Gute Tarife
Enthalten klare Grenzen, etwa einen Verzicht bei kleinen Betrieben oder festgelegte Einkommensschwellen
Worauf achten
Die Klausel sollte nachlesbar begrenzt sein, nicht nur im Prospekt beschrieben

Für Selbständige der Punkt, an dem Leistungsfälle am häufigsten scheitern. Er gehört vor Abschluss gelesen, nicht danach.

Weitere Bausteine

Details

Kleinigkeiten im Prospekt, die im Leistungsfall groß werden.

Weltweiter Schutz
Leistung auch bei längerem Aufenthalt im Ausland, ohne Rückkehrpflicht
Infektionsklausel
Wichtig für Heil- und Pflegeberufe: Leistung schon bei behördlichem Tätigkeitsverbot
Teilzeitklausel
Regelt, welcher Beruf gilt, wenn Sie bei Eintritt in Elternzeit oder Teilzeit sind
Karenzzeit
Gegen Beitragsnachlass wird die Leistung um einige Monate aufgeschoben; nur sinnvoll mit Rücklage

Diese Punkte klingen technisch, entscheiden aber darüber, ob ein Vertrag zu Ihrem Beruf passt oder nur zu einem Durchschnittsfall.

Absicherungshöhe

Wie hoch und wie lange die Rente laufen sollte

Zwei Zahlen entscheiden über den Wert des Vertrags: die Höhe der Rente und die Laufzeit. Bei beiden wird aus Kostengründen oft zu knapp kalkuliert, und genau das fällt Jahrzehnte später auf.

Beispiel: Angestellter, 32 Jahre, 2.400 € nettoVereinfachte Orientierung. Der tatsächliche Bedarf hängt von Familie, Finanzierungen und Rücklagen ab.
Faustregel70 bis 80 %

des Nettoeinkommens gelten als sinnvolle Absicherungshöhe.

Daraus folgtrund 1.800 €

monatliche BU-Rente als Zielgröße für diesen Fall.

Laufzeitbis 67

also bis zum regulären Rentenbeginn, nicht früher.

Warum nicht 100 Prozent? Weil im Leistungsfall einige Kosten wegfallen, etwa Pendeln und Arbeitskleidung, und weil ein zu hoher Wunschbetrag die Annahme erschweren kann. Warum nicht weniger? Weil Miete, Kredite und laufende Kosten nicht kleiner werden, nur weil das Einkommen fehlt.

Die Laufzeit nicht kürzen

Ein Vertrag bis 60 kostet weniger, lässt Sie aber genau in den Jahren allein, in denen das Risiko am höchsten ist. Die meisten Leistungsfälle treten nach dem 50. Lebensjahr ein. Lieber die Rente etwas niedriger ansetzen und die Laufzeit voll lassen.

Lieber klein starten als gar nicht

Wer sich 1.800 Euro heute nicht leisten kann, beginnt mit 1.000 Euro und nutzt später die Nachversicherungs­garantie. Das ist deutlich besser, als zu warten, bis das Budget passt, und dann keine Annahme mehr zu bekommen.

An Finanzierungen denken

Wer eine Immobilie abbezahlt, braucht die Rate zusätzlich zum Lebensunterhalt. Die BU-Rente sollte beides tragen, sonst wird im Ernstfall die Immobilie zum Problem.

Andere Bausteine gegenrechnen

Betriebliche Zusagen, eine bestehende Erwerbsminderungsabsicherung oder ein Versorgungswerk können einen Teil abdecken. Wir ziehen das ab, bevor wir die Höhe festlegen.

Antragstellung

Gesundheitsfragen und Vorerkrankungen

Der Zugang zur BU entscheidet sich an der Gesundheits­prüfung. Wer hier planlos vorgeht, verbaut sich Chancen, die vorher noch offen waren. Deshalb gehen wir in vier Schritten vor, und der Antrag steht am Ende, nicht am Anfang.

Schritt 1Unterlagen sichten

Bevor irgendetwas ausgefüllt wird: Krankenkassenauszug anfordern und Arztunterlagen der letzten Jahre zusammentragen. Nur so wissen Sie, was dort tatsächlich gespeichert ist.

Schritt 2Anonyme Risiko­voranfrage

Wir fragen Ihren Gesundheits­zustand anonym bei mehreren Gesellschaften an, ohne Ihren Namen. So erfahren Sie, wer Sie zu welchen Bedingungen annimmt.

Schritt 3Angebote vergleichen

Neben Zusagen kommen auch Ausschlüsse oder Zuschläge zurück. Wir ordnen ein, welche davon vertretbar sind und welche den Vertrag entwerten.

Schritt 4Antrag stellen

Erst jetzt wird ein Antrag gestellt, und zwar bei der Gesellschaft mit dem besten Ergebnis. Die Fragen werden vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet.

Warum die anonyme Voranfrage so wichtig ist

Ein regulär gestellter und abgelehnter Antrag wird in einem brancheninternen Hinweissystem gespeichert und erschwert spätere Anträge bei anderen Gesellschaften. Eine anonyme Voranfrage hinterlässt diesen Eintrag nicht.

Ebenso wichtig: Gesundheitsfragen müssen vollständig beantwortet werden. Wer etwas versehentlich vergisst oder bewusst weglässt, riskiert nach § 19 VVG Rücktritt, Anfechtung oder Vertragsanpassung, und zwar auch Jahre später im Leistungsfall. Abgefragt wird je nach Gesellschaft meist ein Zeitraum von fünf Jahren für ambulante und zehn Jahren für stationäre und psychotherapeutische Behandlungen.

Vorerkrankungen bedeuten also nicht automatisch, dass keine Absicherung möglich ist. Häufig kommt eine Annahme mit Ausschluss oder Zuschlag zustande. Und wenn eine BU tatsächlich nicht darstellbar ist, bleibt die Grundfähigkeits­versicherung als Alternative. Welche der beiden passt, zeigt unser direkter Vergleich.

Beitrag

Was eine Berufsunfähigkeits­versicherung kostet

Der Beitrag entsteht nicht zufällig. Sechs Faktoren bestimmen ihn, und drei davon können Sie beeinflussen. Wer sie kennt, versteht, warum zwei Angebote für dieselbe Rente weit auseinanderliegen können.

Beruf und Berufsgruppe

Der größte Hebel. Ein Büroberuf liegt in der günstigsten Gruppe, ein Dachdecker in der teuersten. Entscheidend ist die tatsächliche Tätigkeit, nicht die Berufsbezeichnung.

Eintrittsalter

Je jünger, desto günstiger, und zwar dauerhaft. Der Beitrag wird beim Abschluss festgelegt und steigt danach nicht wegen des Alters.

Rentenhöhe und Laufzeit

Beides geht direkt in den Beitrag ein. Eine Verlängerung von 60 auf 67 kostet spürbar mehr, ist die Mehrkosten aber fast immer wert.

Gesundheits­zustand

Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen. Raucherstatus wirkt sich bei vielen Gesellschaften deutlich aus.

Ausbildung und Tätigkeitsanteil

Ein Meister mit überwiegend Büroanteil wird oft günstiger eingestuft als ein Geselle mit voller Körperarbeit. Das gehört genau beschrieben.

Hobbys und Zahlweise

Risikosportarten können Zuschläge auslösen. Jährliche Zahlung ist meist günstiger als monatliche.

Warum wir keine Pauschalpreise nennen

Ein Beitrag lässt sich seriös erst nennen, wenn Beruf, Alter, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheits­zustand feststehen. Als grobe Orientierung: Für einen 30-jährigen Büroangestellten mit 1.500 Euro Rente bis 67 liegen die Angebote je nach Gesellschaft und Gesundheits­zustand häufig im mittleren zweistelligen Bereich pro Monat; bei körperlich arbeitenden Berufen kann es ein Mehrfaches sein.

Was das in Ihrem Fall bedeutet, sehen Sie erst im konkreten Angebot. Was unsere Arbeit kostet, steht offen in unserer Preisliste: Die Vermittlung selbst ist für Sie kostenfrei, wir werden über die Courtage der Gesellschaft vergütet.

Berufsgruppen

Was für welchen Beruf gilt

Die Berufsunfähigkeits­versicherung ist nicht nur etwas für Gutverdiener oder Akademiker. Sie ist für jeden relevant, dessen Lebensstandard am eigenen Einkommen hängt. Was sich unterscheidet, ist der Preis und worauf im Vertrag zu achten ist.

01

Angestellte im Büro

  • Günstigste Berufsgruppe, dadurch hohe Renten bezahlbar
  • Wichtig: Teilzeit- und Elternzeitklausel prüfen
  • Betriebliche Zusagen vorher gegenrechnen
  • Nachversicherungs­garantie für spätere Gehaltssprünge
Hier ist die BU fast immer darstellbar. Wer hier zögert, verschenkt die günstigsten Jahre.
02

Handwerk und Körperarbeit

  • Teurere Einstufung, dafür besonders hoher Bedarf
  • Meisterbrief und Büroanteil können die Gruppe verbessern
  • Umorganisations­klausel prüfen, wenn ein eigener Betrieb besteht
  • Alternative prüfen, wenn die BU zu teuer oder nicht möglich ist
Die Grundfähigkeits­versicherung ist hier die häufigste Alternative, wenn die BU nicht darstellbar ist.
03

Selbständige und Freiberufler

  • Kein Krankengeld vom Arbeitgeber, deshalb Kranken­tagegeld mitdenken
  • Arbeits­unfähigkeitsklausel besonders wertvoll
  • Umorganisations­klausel genau lesen
  • Schwankendes Einkommen: Rentenhöhe am Durchschnitt orientieren
Für Firmenkunden kombinieren wir das mit der betrieblichen Absicherung, siehe Gewerbeversicherung.
04

Azubis und Studierende

  • Günstigster Einstieg überhaupt, gesundheitlich meist unbelastet
  • Start mit kleiner Rente, später über Nachversicherung erhöhen
  • Vorsicht bei Tarifen, die bei Berufswechsel schlechter einstufen
  • Studierende sind gesetzlich in der Regel gar nicht abgesichert
Die gesetzliche Erwerbsminderungs­rente setzt Beitragsjahre voraus. Wer noch nicht eingezahlt hat, steht ohne alles da.
05

Beamte und Anwärter

  • Maßgeblich ist die Dienst­unfähigkeit, nicht die Berufsunfähigkeit
  • Eine echte Dienst­unfähigkeitsklausel gehört in den Vertrag
  • Anwärter haben in den ersten Jahren kaum eigene Ansprüche
  • Formulierungen unterscheiden sich stark je Gesellschaft
Achten Sie auf die vollständige Dienst­unfähigkeitsklausel, nicht auf eine bloße Erwähnung im Prospekt.
06

Eltern in Teilzeit

  • Entscheidend ist, welcher Beruf im Leistungsfall gilt
  • Gute Tarife stellen auf die Tätigkeit vor der Elternzeit ab
  • Auch ohne eigenes Einkommen entsteht Bedarf, etwa für Betreuung
  • Beitragsstundung während der Elternzeit ist oft möglich
Die Teilzeitklausel wird selten beachtet und wirkt sich im Ernstfall stark aus.
Fehlervermeidung

Sieben Fehler, die im Leistungsfall teuer werden

Diese Punkte sehen wir in Erstgesprächen am häufigsten. Die meisten lassen sich vor Abschluss korrigieren, danach nur noch selten.

  • ×Warten, bis das Budget passtDer Beitrag steigt mit dem Alter, der Zugang wird mit jeder Diagnose schwerer. Wer mit einer kleinen Rente startet und später erhöht, fährt fast immer besser als der, der wartet.
  • ×Nur auf den Beitrag schauenVerzicht auf abstrakte Verweisung, Prognosezeitraum, Nachversicherung: Diese Punkte entscheiden über die Leistung. Der billigste Tarif ist oft der, der im Schadenfall diskutiert.
  • ×Laufzeit verkürzen, um zu sparenEin Vertrag bis 60 wirkt günstiger, endet aber genau vor den Jahren mit dem höchsten Risiko. Besser die Rente reduzieren als die Laufzeit.
  • ×Gesundheitsfragen ungenau beantwortenAuch versehentliche Lücken können nach § 19 VVG zum Rücktritt führen, und zwar Jahre später im Leistungsfall. Erst Unterlagen sichten, dann antworten.
  • ×Direkt einen Antrag stellenEin abgelehnter Antrag wird brancheninternen Systemen gemeldet und erschwert alles Weitere. Die anonyme Voranfrage klärt dasselbe, ohne Spuren zu hinterlassen.
  • ×Dynamik streichenOhne Leistungs­dynamik verliert eine Rente über zwanzig Jahre einen erheblichen Teil ihrer Kaufkraft. Das fällt beim Abschluss nicht auf, im Leistungsfall sehr wohl.
  • ×Den alten Vertrag zu früh kündigenErst wenn der neue Vertrag angenommen und policiert ist, wird der alte gekündigt. Sonst stehen Sie im schlimmsten Fall ganz ohne Schutz da.
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Zehn Fragen, die uns zur Berufsunfähigkeits­versicherung am häufigsten gestellt werden.

Was ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung genau?

Sie zahlt eine vereinbarte monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Maßstab ist Ihr konkreter Beruf, nicht irgendeine Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt.

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Als Faustregel gelten 70 bis 80 Prozent des Nettoeinkommens. Wer eine Immobilie finanziert, sollte die Rate zusätzlich einrechnen. Bestehende Ansprüche aus Versorgungswerk oder betrieblicher Zusage ziehen wir vorher ab.

Bis wann sollte der Vertrag laufen?

Bis zum regulären Rentenbeginn, in der Regel 67. Die meisten Leistungsfälle treten nach dem 50. Lebensjahr ein. Eine Verkürzung auf 60 spart Beitrag, lässt Sie aber in den kritischsten Jahren ohne Schutz.

Was kostet eine Berufsunfähigkeits­versicherung?

Das hängt vor allem von Beruf, Eintrittsalter, Rentenhöhe, Laufzeit und Gesundheits­zustand ab. Ein junger Büroangestellter zahlt ein Vielfaches weniger als ein Dachdecker gleichen Alters. Eine belastbare Zahl nennen wir erst, wenn diese Angaben feststehen.

Ich habe Vorerkrankungen. Bekomme ich noch eine BU?

Häufig ja, manchmal mit Ausschluss oder Beitragszuschlag. Über anonyme Risiko­voranfragen klären wir vorab bei mehreren Gesellschaften, zu welchen Bedingungen Sie versicherbar sind, ohne dass ein abgelehnter Antrag gespeichert wird.

Was passiert, wenn ich eine Gesundheitsfrage vergesse?

Das kann nach § 19 VVG zu Rücktritt, Anfechtung oder Vertragsanpassung führen, auch Jahre später im Leistungsfall. Deshalb sollten Sie vor dem Antrag Ihren Krankenkassenauszug anfordern und die Unterlagen durchgehen.

Was bedeutet abstrakte Verweisung?

Sie erlaubt dem Versicherer, Sie auf einen anderen Beruf zu verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten, auch wenn Sie ihn gar nicht haben. Ein vollständiger Verzicht darauf gehört in jeden guten Tarif.

Zahlt die BU auch bei psychischen Erkrankungen?

Ja. Rund ein Drittel der Leistungsfälle geht auf psychische Erkrankungen zurück. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Grundfähigkeits­versicherung, die psychische Ursachen in der Regel nicht abdeckt.

Muss ich die BU-Rente versteuern?

Sie wird als abgekürzte Leibrente behandelt, also nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Der fällt umso geringer aus, je kürzer die verbleibende Laufzeit ist. Faktisch bleibt davon meist mehr übrig als von einer gleich hohen gesetzlichen Rente.

Was ist, wenn ich keine BU bekomme?

Dann prüfen wir Alternativen, vor allem die Grundfähigkeits­versicherung. Sie hat eine leichtere Gesundheits­prüfung, deckt dafür einen engeren Bereich ab. Welche der beiden in Ihrem Fall passt, zeigt unser Vergleich BU oder Grundfähigkeit. Weitere Antworten finden Sie in unseren häufigen Fragen.

Hotz Consulting

Warum die Beratung hier den Unterschied macht

Bei kaum einem anderen Vertrag hängt so viel an den Bedingungen und an der richtigen Reihenfolge im Antragsprozess. Wir sind unabhängiger Makler aus Heidelberg und vergleichen dafür den Markt, nicht ein Haus. Was das rechtlich bedeutet, steht auf der Seite Unabhängiger Makler in Heidelberg.

Neutral und ungebunden

Keine festen Produktgeber, sondern über 100 Partner für maximale Auswahl.

Transparente Beratung

Klare Empfehlungen statt Verkaufsgespräch, inklusive schriftlicher Begründung.

Maßgeschneiderte Konzepte

Ihre Situation entscheidet, nicht unser Vergütungsmodell.

Langfristige Betreuung

Wir bleiben an Ihrer Seite, wenn sich Ihr Leben ändert.

So sieht unsere Beratung aus

Fünf Schritte, kein Verkaufsdruck. Nach dem ersten Gespräch wissen Sie, wo Sie stehen, auch wenn Sie danach nichts abschließen.

Schritt 1Kostenfreies Erstgespräch

In Heidelberg oder digital. Wir hören zu, Sie erzählen.

Schritt 2Bestandsaufnahme

Beruf, Einkommen, Gesundheit und vorhandene Verträge. Daraus ergibt sich der tatsächliche Bedarf.

Schritt 3Unabhängiger Marktvergleich

Wir vergleichen Bedingungen und Beiträge mehrerer Gesellschaften und erklären die Unterschiede.

Schritt 4Ihre Entscheidung

Sie entscheiden in Ihrem Tempo, mit allen Informationen, ohne Fristen oder Verpflichtungen.

Schritt 5Langfristige Begleitung

Wir sind da, wenn sich etwas ändert, und übernehmen im Leistungsfall den Schriftverkehr.

Ihr nächster Schritt

Einmal richtig abgesichert, für das ganze Berufsleben

Im kostenfreien Erstgespräch klären wir Ihren Bedarf, prüfen bestehende Verträge und starten bei Bedarf anonyme Voranfragen. Danach entscheiden Sie in Ruhe, mit allen Informationen und ohne Frist.